2017-05-27_basics_ueber_natuerliche_ernaehrung_verdauung

Teil 1: Basics über natürliche Nahrung und Verdauung

Ich war so motiviert und ehrgeizig, dass ich am liebsten mein ganzes gesammeltes Wissen in einem Blogeintrag zum Thema Ernährung schreiben wollte. Ich drückte auf veröffentlichen und hatte ein komisches Gefühl im Bauch. In meinen Augen war es war einfach zu viel zu lesen. Aus diesem Grund habe ich jetzt 3 Artikel daraus gemacht.

Ich lade dich wirklich herzlich dazu ein, dir mein gesammeltes Wissen anzusehen und mir dein Feedback dazu zu geben. Hier noch die Übersicht:

  • Teil 1: Basics über natürliche Nahrung und Verdauung
  • Teil 2: Nähr- und Wirkstoffe verstehen und Wasser als wichtiger Bestandteil
  • Teil 3: Ernährungsformen, Einkaufverhalten und Nahrungsergänzungsmittel

Natürliche Nahrung

Muttermilch ist bekanntlich die beste Ernährung für Säuglinge. Die Welt-Gesundheits-Organisation empfiehlt, bis zu zwei Jahren zu stillen. Während meiner Ausbildung zur Krankenschwester habe ich gelernt, dass ich zwischen dem vierten und sechsten Monat mit Beikost anfangen sollte. Klassisch mit Karotte, Pastinake und vielleicht noch Kürbis. Ab dem sechsten Monat zusätzlich nachmittags einen Obstbrei und abends einen Milchbrei. Irgendwann dann auch Nudeln, Reis, Gemüse und Fleisch. Vegetarische Breis werden ebenfalls empfohlen, bzw. nicht davon abgeraten. Und danach? Wie sollen Kleinkinder danach ernährt werden? Abgesehen davon dass die Vitamin D und Fluorid-Tabletten verschrieben werden? Wie sollen wir Menschen uns generell ernähren? Gibt es EINE einzig richtige Ernährung für alle? Diese und noch viel viel mehr solcher Fragen haben mich schon immer interessiert und beschäftigt. Deswegen auch die Umfrage, aber zu dieser später mehr.

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Während meiner Realschulzeit habe ich ausführlich „Ernährung und Haushalt“ gelernt. Es war mein Wahlfach und ich liebte es. Ich liebte es zu kochen (und zu essen) während die anderen Französisch, Kunst oder Rechnungswesen hatten. Ich fragte mich allerdings schon damals, warum dieses Fach nicht jeder hat bzw. es nicht für jeden Menschen / Kind ein Pflichtfach ist?! Ist unsere Gesundheit nicht das wichtigste Gut? Unser Körper, unsere Zellen, sind doch unsere Hülle für unsere Seele und unseren Geist, um es mal ganzheitlich zu betrachten. Sollten wir also nicht alle eine ähnlichen Wissensstand über „gesunde“ Ernährung erhalten?

Ich glaube, es wurde damals – und vielleicht auch noch heute – davon ausgegangen, das dieses Wissen zuhause ausreichend weitergegeben wird bzw. wurde. Meiner Ansicht nach stimmt das nicht. Wir wissen nicht alle das Gleiche und schon garnicht, was(vermeintlich) gesund oder ungesund ist.

Dazu ein ironisches Beispiel aus der Praxis:

Wie sollen wir uns also RICHTIG ernähren?

Ich habe mich an die Artgerecht-Ausbildung erinnert. Woher wussten die Menschen ganz früher, wie viel sie, wovon essen sollten? Ich persönlich glaube ganz fest, sie wussten es einfach. Sie waren so sehr mit ihrem Körper in Verbindung, dass sie genau wussten, wann sie Brennnessel, Giersch oder Heidelbeeren essen sollten. Oder eben welche Mischung und ob ihnen evtl. noch etwas fehlte. Noch dazu gab es damals keine industrielle Nahrung, sondern nur Natur-Gegebene. Bei uns ist es heutzutage ähnlich, wenn wir einen Mangel von unserem Körper signalisiert bekommen. Gelüste machen sich bemerkbar. Allerdings greifen die meisten dann zu industriell-verarbeiten Lebensmitteln, anstatt zu Obst, Gemüse oder vielleicht sogar Wildkräuter. Wildkräuter im allgemeinen werden wohl von allen zu wenig gegessen, einschließlich mir. Ich habe dazu letztes Jahr eine Wildkräuter-Wanderung gemacht und es ist nur zu empfehlen.

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Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt eine ausgewogene Vollwertkost. Die vegetarische Ernährung ist mittlerweile auch als gesund eingestuft worden. In meinen Augen ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine ausgewogene rein pflanzliche Ernährung ebenfalls als empfehlenswert gilt. Langzeitstudien fehlen dazu noch.

Es gibt mittlerweile Begriffe/Aussagen wie: Gluten sei schlecht, Rohkost wäre das Beste, oder doch Paleo oder vegan, zuckerfrei und glutenfrei? Und was ist mit den freien Radikalen, die entstehen, wenn wir im Ungleichgewicht mit der Ernährung sind? Wie findest du deinen Frieden mit all diesen Informationen? Und vor allem, wie bringst du deinem Kind oder deinen Kinder Ernährung bei? Neben den Ernährungsempfehlungen finde ich, sollte jeder über seinen Körper bescheid wissen, wie er funktioniert. Es kann helfen einiges logisch zu verstehen.

Die Verdauung

Weißt du, was mit der Nahrung in den einzelnen Bestandteilen passiert, nachdem es köstlich im Mund geschmeckt hat und du es runter schluckst? Ja, richtig, es landet im Magen. Und dort wird die Nahrung mit Verdauungssäften vermengt und auch mechanisch etwas bearbeitet. Übrigens sollte immer gut gekaut werden, denn dann hat es der Magen etwas leichter mit der Verdauung. Die Säfte bestehen aus Enzymen, die speziell für die einzelnen Nährstoffe abgestimmt sind. Nährstoffe sind Kohlehydrate, Eiweiß und Fett. Die drei. Dann gibt es noch Wirkstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe – dazu später mehr.

Wenn also das lecker gegessene Essen im Magen landet, gut gekaut, wird es mit Säften vermengt, aufgespalten und weiter in den Dünndarm gegeben – in Etappen. Im Zwölffingerdarm wird der Magenbrei durch die Darmperistaltik weiter transportiert. Hier werden noch einmal Säfte hinzugefügt, einmal aus einem kleinen Kanal von der Galle – die Gallenflüssigkeit und dann noch einmal von der Bauchspeicheldrüse. Übrigens, sind im Speichel schon Enzyme für Kohlenhydrate und für Eiweiß vorhanden. Daher wird das langgekaute Brot süß 😉 Wer ganz ausführlich die einzelnen Enzyme wissen möchte, folgt diesem Link auf Wikipedia.

Unser Körper leistet mit all seinen Säften ganze Aufspaltungsarbeit, danach sind die Moleküle so klein, dass sie durch die Darmzotten ins Blut aufgenommen werden können. Und dann werden sie von unserem genialen Blutsystem zu den Zellen gebracht, die die Energie brauchen. Für ihre Arbeit, Zellteilung, Zellerneurung.

Die Verdauung ist dann zu Ende, wenn wir auf die Toilette gehen. Nachdem der Körper aus dem Essen die wichtigen Stoffe heraus gezogen hat, wird der Rest ausgeschieden.

Ich finde z. B. auch Darmsanierung spannend und empfehlenswert. Mein Heilpraktiker hat uns das einmal jährlich empfohlen.

Buch-Tipp: Darm mit Charme von Giuila Enders

Nun zu meiner Geschichte:

Ich bin seit meinem 14. Lebensjahr vegetarisch. Im Unterricht war es kein Problem, denn wir haben meist auch ein vegetarisches Gericht gekocht. Dann wurde ich älter und irgendwann war ich ziemlich ausgelaugt. Der Schichtdienst, Stress im Privatleben etc. Nach einer Stoffwechsel-Analyse sollte ich vermehrt Eiweiß aufnehmen in Form von Eiern und auch Puten-Wurst. Ich werde es nie vergessen, dass es mich wirklich Überwindung gekostet hatte, diese zu essen. Dazu sollte ich noch Juice Plus nehmen, Kapseln mit gepressten Obst und Gemüse. Mein Ziel war es, leistungsfähig und Gesund zu sein. Mir ging es auch tatsächlich besser, allerdings hasste ich es, mich an Ernährungspläne zu halten. Abzuwiegen und Kalorien zu zählen.

Irgendwann habe ich wieder lustvoll vegetarisch gegessen und über meine Heilpraktiker verschiedene Produkte ausprobiert. Als Power-Booster. Dann bin ich irgendwann zur veganen Ernährung gewechselt. Nach den vielen Information, wie z. B. den Film „Hope for All“ haben mich darin bestärkt. Ein hoher Rohkost-Anteil kam dazu und dann auch vermehrt zuckerfrei und möglichst glutenfrei.

Ehrlich gesagt war ich selbst sehr streng zu mir – was mir auch nicht gut tat. Ich glaube auch, dass es nicht DIE einzig richtige Ernährung gibt. Ich lese viel über Ayurveda Kost und versuche immer offen zu sein und lasse mich gerne inspirieren. Was ich jetzt anstrebe, in engeren Kontakt zu meinem Körper zu kommen, der mir signalisiert was ich wann essen sollte.

Im zweiten Teil möchte ich auf die Nähr- und Wirkstoffe und Wasser eingehen. Ich finde es wirklich wichtig, denn „DU bist was du ISST“…

Film-Tipps:

HOPE FOR ALL: Unsere Nahrung, unsere Hoffnung

TOMORROW – Die Welt ist voller Lösungen

Danke fürs Lesen

Alles Liebe
Jasmin

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