Starke Emotionen – Starke Kinder?

Es geht doch um nichts, oder? Es ist doch nicht so schlimm? Wegen Lappalien flippen unsere Kinder gerne aus. Ob es nun der falsche Socke ist, oder aber der Besen, den ich nach wiederholten Mal Erklärung weg nehme. Oder aber die Kissen, die ich anscheinend falsch in der gebauten Höhle zu sortieren versuchte.

Ich bin ausgebildete Artgerecht Coach, ich habe viele Bücher über Kinder Psychologie und Hirnforschung gelesen. Ich habe zweimal schon den Attachment Pareting Kongress besucht. Ich belese mich und hoffe auf Antworten – warum flippen meine Kinder immer so aus? Sind es immer nur meine Kinder? Fragen wie, woher kommt diese Aggression und warum fühlt es sich für mich so extrem an. Warum fühle ich mich teilweise hilflos im Umgang solcher wiederkehrenden Situationen?

Hier in Thailand konnte ich nun für mich die Antwort finden. Ich habe hier genug Zeit, einfach Mama zu sein ohne Haushaltsverpflichtungen etc. In Deutschland habe ich wirklich schon alles durchlebt. Ich war super geduldig und ruhig geblieben. Habe vieles mehrmals in Ruhe erklärt und doch bin ich manchmal auf scheinbar taube Ohren gestoßen. Situationen haben sich sogar wiederholt, obwohl ich mit meinem Erwachsenen-Verstand es geklärt und vor allem deutlich erklärt hatte. Ich wurde laut, bin voll mit in die Emotion von Mina oder Arno eingestiegen, habe ebenfalls rum geschrieen und wir haben so richtig gestritten. Ich habe mich in einem anderen Raum eingeschlossen oder aber eines der Kinder im Raum gelassen. Ich habe es mit ignorieren und somit Energie fern halten versucht. Weil ich mir auch mal kurzzeitig überlegt hatte, diesem Ausrasten nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu schenken, in der Hoffnung sie würden dann weniger oder schneller aufhören. Ich habe mich schlagen lassen und schon aus Reflex zurück gehauen. Wir sind wirklich durch tiefe Täler gegangen.

Nun ist es aber so, dass, egal was ich ausprobiert habe, immer wieder an den gleichen Punkt komme. Ich glaube meine Kinder möchten es „ausleben“ dürfen. Unsere Kinder sind sehr sensibel, sie nehmen ihre Umgebung, Geräusche und Gespräche immer war. Mein Gefühl, mein Bauchinstinkt sagt mir, Mina und Arno müssen schreien dürfen, um ihre Gefühle zu verarbeiten. Ich bin dann schon mal der Boxsack oder werde beschimpft. (Was aus Psychologischer Sicht gut ist, es heißt sie vertrauen mir und meiner Liebe zu ihnen)

Oft sind die Ausgangssituationen überhaupt nicht klar. Warum scheint es so wichtig, dass die Kissen in der Höhle in diesem perfekten Winkel zu einander liegen? Warum hört Arno nach gefühlt 1000 mal nicht, wenn ich ihn bitte mit dem schmutzigen Besen nicht das Bett zu kehren. Dabei höre ich ihn, wie er sagt, Bett schmutzig, ich gehe darauf ein und schlage ihm eine andere „Sauber-Mach“ Alternative vor. Auch diese Grenze darf bei mir getestet werden. Ich fühle mich hier in Thailand stark genug, meinen starken Kindern ein Fels zu sein. Ich fühle mich gefestigt genug, unseren Weg zu gehen. Auch wenn ich die Blicke in der Gemeinschaft wahrnehme und es fast in den Ohren höre: die Kinder flippen aber oft aus, ist sie wohl überfordert?

Jetzt kann ich sagen, nein, nicht mehr. Ich fühle mich im hier und jetzt stark genug, den Kindern ein Fels zu sein. Ich versuche ihre Emotionen auszuhalten und abzufangen. Ich gebe mir Mühe, sie wieder in Einklang mit sich selbst zu bringen. Sie dürfen meine Grenzen testen, und ich werde sie immer trösten, wenn sie es zulassen.

Ich habe mich nach den vielen vielen Elternberatungen schon gefragt, warum gerade ICH „solche“ Kinder bekommen haben. Warum sie uns als Eltern ausgesucht haben. Jetzt bin ich mir der Antwort sicher. Weil wir mit ihnen zusammen in unseren Aufgaben wachsen dürfen. Ich lerne mit meinen Prägungen aus der Erziehung umzugehen. Ich lerne jeden Tag aufs neue dazu. Und davon profitieren die Eltern und Kinder, die mich als Beraterin in Zukunft aufsuchen werden. Ich habe also Erfahrung mit „schwierigen“ Kinder. Das Wort schwierig trifft es eigentlich nicht, ich benutze es dennoch, denn in der Gesellschaft weiß man was ich damit meine.

Ich liebe unsere Kinder über alles, jetzt gerade schläft Arno selig, nachdem er voller Wut auf mich, auf den Boden uriniert hat. Seine Kleidung nass war und er nicht mehr „raus“ konnte aus seiner Emotion. Manchmal habe ich das Gefühl, sie sind dann nicht mehr richtig anwesend. Ihre Augen sehen so verändert aus.

Ich habe ihn anfänglich nicht ausgezogen, erst als er es mir gesagt hat. Selbst dann hat er gebrüllt, ich solle ihn nicht ausziehen, nur um fest zu stellen, dass ich ihn wahrnehme. Dieses Hin und Her haben wir viermal gemacht, bis ich für ihn entschieden habe, ich ziehe ihn jetzt aus, wir kuscheln uns ins Bett und er kann sich entspannen. Mit starker Wehr habe ich ihm also die nassen Kleidungsstücke ausgezogen, bin mit ihm ins Bett und haben ihn gestillt. Acht Minuten später hat er voller Erschöpfung meine Brust los gelassen und sich endlich entspannt. Wenn ich mir vorstelle, mit welcher Körperarbeit und Muskelkraft diese Schreikrämpfe praktiziert werden, bin ich auch k.o. und hungrig.

Schlaf gut, kleiner Arno. Ich werde dich wieder trösten, wenn wir deine Emotion durchleben. Liebe Mina, wenn du von deinem Ausflug mit Oma zurück kommst, werde ich dich fest in den Arm nehmen und kuscheln.

Ich liebe euch

Kennst du das auch? Findest du einiges vielleicht in meinen Zeilen wieder? Ich freue mich wirklich über Austausch oder Kommentare von dir.

Alles liebe, deine

Jasmin

  1. Hallo Jasmin,

    wir kennen diese Situationen… Ich stehe in der Küche und bereite Mittagessen für die Familie zu, befülle die Schüsseln mit Salat und stelle sie auf den Tisch. Unsere Tochter setzt sich entspannt vor ihre Mahlzeit und betrachtet sie kurz. Daraufhin bricht die Hölle los.
    Unser Kind schreit und tobt. Es tritt um sich. Ein MMA-Kämpfer wäre chancenlos. Die sich überschlagende Stimme des Nachwuchses zerfetzt seine eigenen Worte bis zur Unverständlichkeit.
    Auf Nachfrage, was nicht stimme, nimmt die Katastrophe erst recht ihren Lauf. Unsere Tochter lässt ihre ganze Wut hinaus und attackiert uns mit (gleichwohl possierlichen) Kratz-, Beiß- oder Hauversuchen.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir auf den Gedanken, dass es nicht mit dem Essen an sich zusammenhängt. Nein, ich servierte die Fressalien in einer grünen statt in der geliebten roten Schüssel!
    Speziell hochsensiblen Kindern fällt es bisweilen schwer, ihre Gefühle zu kontrollieren. Sie zeigen ihre Emotionen – deutlichst! Wie schön, dass wir nicht allein sind. Danke für den Artikel! 🙂

    Liebe Grüße
    Patrick

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  2. Danke für diesen Artikel und danke für jede, die hier kommentiert! Ich fühle mich dann gleich selber nicht mehr so allein mit meinem willensstarken Sohn. Das gibt es also doch viel öfter! Und ich dachte manchmal schon, dass es nur bei uns „so schlimm“ sei.
    Inzwischen ist aus unserem ausdauernden Wut“bündel“ ein sehr fürsorglicher und umsichtiger Vorschuljunge geworden, der alles wissen will und uns Löcher in den Bauch fragt. Keine Ahnung, wie genau das gegangen ist. Irgendwann „brauchte“ er seine Ausbrüche einfach nicht mehr.

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    1. Liebe Claudia, dass macht mir Mut. Wie bist du mit den Wutausbrüchen umgegangen? Lg

  3. Oh ja , das kenne ich sehr gut. Vor allem das Gefühl etwas nicht richtig zu machen, wenn man diese Wut einfach zu lässt. Die Diskussionen mit dem Umfeld sind das anstrengendste. Vielen Dank für diese mutmachenden Worte.
    Liebe Grüße
    Anika

    Antworten

    1. Liebe Anika, danke für deine Zeilen. Das Umfeld, ich denke manchmal, genau das sollte gewechselt werden, wenn es zu anstrengend ist. Unsere Kinder werden uns schließlich bleiben. Alles Liebe

  4. Nein, so etwas extremes kenne ich von unseren Kindern nicht… kleinere Wutanfälle und mein Nicht-Wissen, wie man am Besten reagiert, natürlich schon.
    Was mich aber interessiert: Du schreibst, in Thailand könntest Du nun besser reagieren. Aber wie soll das eine (dauerhafte) Lösung sein? Die Frage meine ich völlig ernst und nicht irgendwie bewertend… Im Urlaub / ohne Verpflichtungen bin ich natürlich auch entspannter mit meinen Kindern, aber das ist ja nun kein Dauer-Zustand :-/…

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    1. Liebe Kathrin, danke für deinen Kommentar und auch deine Frage.
      Ohne die lästigen Pflichten geht es mir besser, und ich kann mich ganz auf das Mama-sein einlassen.
      Warum denkst du, kann es kein Dauer-Zustand sein? Ich fühle mich im Moment nicht wie im Urlaub, sondern tatsächlich im wahren Leben.
      Freue mich auf deine Antwort und deine Bedenken.
      Alles Liebe

  5. Ah, so schön geschrieben, Jasmin…versteh einer die immerwährende 3 in Deutsch?! Ich nicht! 😉 Fragestellung und Situationen die so viele Mamas/Papas umtreiben und so eine ausführliche, durchdachte (und durchlebte) Antwort. Danke!

    Antworten

    1. Liebe Eva, danke für deine Worte. Freue mich auf ein Wiedersehen, irgendwann und irgendwo ?

  6. Liebe Jasmin,
    als ich deinen Artikel gelesen habe, musste ich wieder an die Worte meiner Hebamme denken. Sie sagte zu mir, als meine Tochter 2 Wochen alt war:
    „Mit diesem Kind wirst du noch sehr viel Arbeit haben und es wird sehr anstrengend werden. Aber ich sage dir jetzt auch – und bitte denke immer daran – ALLE Eigenschaften die sie hat und die dir die nächsten Jahre sehr schwer machen werden, werden ALLES Eigenschaften sein, die sie als Erwachsene sehr stark machen werden und die ein Kind heut zu Tage braucht.“
    Und dann sagte sie noch zu mir: „Ich bin überzeugt, dass jede Mutter nur die Kinder bekommt, die Sie auch schaffen kann. Das kann natürlich bis hart an die Grenze gehen und man muss daran wachsen.“
    Ich versuche mir immer wieder diese Worte ins Gedächtnis zurück zu rufen, weil ich einfach glaube das sie absolut war sind (ich frage mich bis heute wie meine Hebamme das bereits in meiner 2 Wochen alten Tochter erkennen konnte). Oft gelingt mir das in den schwierigen Situationen nicht. Manchmal verliere ich den Glauben daran auch für Wochen. Aber immer wieder schaffe ich es dann doch wieder mich daran festzuhalten.
    Danke für deinen Artikel, der mir wieder einmal genau im richtigen Moment gezeigt hat, dass ich nicht allein da stehe.

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    1. Liebe Tanja, wahnsinn, welch weise Worte du von deiner Hebamme schon mit auf deinen Mama-weg bekommst hat. Das glaube ich wirklich auch sehr fest.

      Im Moment stehe ich an einem Punkt, wo ich mich als Mama wieder einmal klarer positionieren muss. Arno fordert mich gerne heraus, und möchte mich testen bzw wahrnehmen. Meine Grenzen sehen und spüren. Durch die vielen Bücher war ich wirklich verwirrt und nicht klar. Neben den Begriffen BEDÜRFNISSORIENTIERT und UNERZOGEN habe ich meinen Bauch und meine Grenzen überhört. Ich dachte, ich müsste immer, wirklich immer liebevoll, zart und “like a friend“ sein. Ich bin die Mama, und das auch gerne liebevoll konsequent.
      Alles Liebe euch

  7. Danke, danke, danke!
    Das hier kommt mir grad zur richtigen Zeit. Und lässt mich meinen Blickwinkel auf mein „schwieriges“‚Kind wieder korrigieren. Habe mich gestern einfach über meinen Zwerg geärgert. Weil er nicht so „unkompliziert“ und so emotional seicht ist wie sein Cousin. Weil ich gedacht hab, ich mach hier mit meiner bedürfnisorientierten Sicht und meiner Symphathie mit „unerzogen“ alles falsch. Aber mein Zwerg „funktioniert“ halt nicht wie sein Cousin. Er hat starke Emotionen.
    Und so kann ich das jetzt sehen: Ubd ein starkes Kind.
    Danke.

    Antworten

    1. Liebe Lala, danke für deine Worte. Es ist anstrengend und harte Arbeit. Denn unsere starken Kinder möchten starke Eltern haben, die sie leiten. Ich wäge jeden Tag aufs neue ab, bei welchen Situationen ich mein Bauchgefühl mit Konsequenz durchsetze. Zb sind wir uns alle einig, dass ein Kind nicht “frei“ und “unerzogen“ auf eine Hauptverkehrsstraße rennen muss. Oder aber Sand in die Augen eines anderen Kindes wirft. Und auch bei solchen, für mich klaren Situationen, hatte ich schon ein brüllendes Kind. Nehme ich dann gerne in kauf.
      Alles Liebe

  8. Hallo,

    Oh ja ich finde mich in deinen Zeilen wieder! Bzw. Meinen kleinen Mann. Er ist so willensstark, meist bewundere ich das an ihm, aber manchmal ist es einfach nur anstrengend und ich weis nicht mehr was ich noch ausprobieren soll… er ist jetzt 31 Monate alt und wir versuchen gerade den Diddi etwas abzugewöhnen, da er schon eine leichte schiefstellung der Zähne hat. Aber es ist echt anstrengend Konsequent zu bleiben. Auch mit dem großen Geschäft haben wir so unsere Schwierigkeiten. Er trägt jetzt schon seid dem Sommer keine Windel mehr (das wollte er selber so) und ist auch trocken (auch nachts) aber er will NICHT für das große Geschäft auf die Toilette und die Windel anziehen macht er nur unter großem Widerstand. Habe es auch schon ausprobiert ihm einige Zeit gewähren zu lassen, wenn er sagt er will keine Windel weil er nicht muß. Aber nach Tagen mit Mama ich hab Bauchweh und eindeutigem „müssen“ bin ich der Meinung handeln zu müssen, das er keine Verstopfung bekommt. Das neueste jetzt ist das er es sich jetzt auch mir Windel verkneift. Ich bin ratlos…

    Lg

    Antworten

    1. Liebe Claudia, danke für deine Zeilen. Ich denke, es ist wichtig konsequent zu bleiben, wenn du für dich eine Entscheidung getroffen hast. Zb die Schiefstellung der Zähne, dann muss der diddi weg. Oder aber die Windel. Macht er denn dann ohne Windel in die Hose? Bei Ausscheidungen bin ich sensibel. Da empfehle ich eher eine Beratung, um den Grund zu klären. Also den Grund des zurück haltens. Unsere willenstarken Kinder, ich liebe sie. Und wir Eltern geben jeden Tag aufs Neue unser bestes
      Alles Liebe

  9. Liebe Jasmin,
    Du sprichst mir gerade aus der Seele! Danke dafür das du es auf’s “ Papier“ bringst. Mein kleiner ist erst 7 Monate und schon manchmal finde ich ihn und mich in Situationen die schwierig sind, weil er und ich einen starken Charakter haben. Gott sei Dank muss ich sagen mir ist mein schwieriges Kind, tausend mal lieber. Ich glaube auch das wir nur Kinder erhalten an denen wir wachsen und lernen können. Was du da erzählst macht mir irgendwie Angst vor dem was da noch kommen wird. Siuationen die eskalieren werden, weil man nicht weiter weiß aber ich glaub du bringst es wirklich auf denn Punkt! Ein „Fels“ sein, dass sollten wir für unsere Kinder sein. Danke Jasmin für die tollen Worte, du sprichst mir wirklich aus der Seele.

    Antworten

    1. Liebe Caro, wow, danke. Ich bin berührt von deinem Kommentar. Und ich denke, du solltest keine Angst haben. Denn du schreibst auch, wir bekommen nur die Kinder, an denen wir wachsen. Alles Liebe

  10. Liebe Jasmin,
    ich weiß genau, wovon du redest. Sowohl der Teenie als auch der bald 5-Jährige sind emotional sehr …sagen wie mal …deutlich. Ich Kämpfe jeden Tag mit mir, wirklich jeden, zumindest im Gros der Situationen eine Reaktion zu zeigen, hinter der ich stehen kann.
    Und dennoch lag ich gestern Abend unter Tränen im Bett, weil ich ganz schrecklich fand, wie der Tsg gelaufen ist und dass der arme Mausemann mit uns so viel zu durchleiden hat. Manchmal ist es kein Problem, mit offenen Armen den Wutanfall ausharrend auf dem Boden zu sitzen und einfach darauf zu warten, eine Hilfe sein zu dürfen.
    Und manchmal, ja, da erwischt man sich dann dabei, wie selbst die kleinsten Wütchen einen selbst total in Rage bringen. „Warum krieg ich nieeee ein Brot, wenn ich Hunger habe?!“ „Verdammt noch mal, wir haben dich 19 mal gefragt, was du essen möchtest, aber du hast auf den Fernseher gestarrt statt zu antworten! Warum kannst du nicht einfach freundlich nach einem Brot fragen?“
    5 Sekunden danach denk ich: große Leistung. Warum zur Hölle triggert es denn manchmal so? Ich weiß genau, dass es am besten ist, zu antworten „Hast du solchen Hunger? Was soll denn drauf aufs Brot?“.
    Manchmal geht es aber einfach nicht. *grmpf*
    Der Teenie kann das sogar noch besser. Hat ja jahrelange Erfahrung darin, die Stellen zu suchen, an denen sie einen am einfachsten finden kann.
    Und zu allem Überfluss hallen die eigenen Eltern dann noch in mir wider. Die müssen auch mal lernen, dass man xy nicht macht. Nein. Müssen sie nicht. Machen sie von allein. Aber dennoch ist es irgendwo da.
    Und mitten im Chaos der Gedanken kommt die nächste Welle angerollt. Und man öffnet die Arme und alles läuft gut. Elternschaft ist bekloppt <3

    Antworten

    1. „Elternschaft ist bekloppt“ – Einfach Danke für diesen Satz! Er tut mir in der Seele gut und ich lache während ein stilles, wissendes Nicken in mir ist. Genau SO empfinde ich das auch.

    2. Liebe Melissa, danke für deinen so ehrlichen Beitrag. Mich triggert auch so einiges. Und du sagt es auch richtig, manchmal sind Tage prima, manchmal sche… ich habe bemerkt, dass ich Auszeit brauche, wie zB Sport, Yoga oder ähnliches, um meine Mitte zu behalten. Dann geht es auch besser. Dir alles liebe und gute auf deinem Weg

  11. Liebe Jasmin,
    das kenne ich zu gut, ich habe auch so ein starkes Kind, das sehr heftig seine Emotionen zeigt. Wenn er richtig wütend ist, geht er weg von mir und muss erstmal richtig weinen. Ich darf dann nicht zu ihm kommen, da wird er noch wütender. Also sage ich ihm, dass es okay ist, er wütend sein darf und dass ich auf ihn warte und wenn er fertig ist und soweit ist, ich ihn tröste. Dann dauert es meist nicht lange und wir bauen wieder Blickkontakt auf und können uns in die Arme schließen.
    Oft sagen Leute „du brauchst jetzt gar nicht wütend sein“. Ich sage dann „doch, er darf wütend sein!“ Es ist eigentlich kein Wunder, dass er so ist, er war ja schon als Baby sehr willensstark und wusste genau, was er wollte und was nicht und hat es gezeigt. Manchmal komme ich da auch an meine Grenzen und mir geht’s da wie dir, da lernt man so viel über sich selbst und seine Kindheit und kann dann noch einiges verarbeiten. Es ist oft hart und ich frage mich auch oft warum es das ist, aber ich denke man bekommt das Kind, das man auch aushalten kann. Und das ist gut so ?

    Antworten

    1. Liebe Melanie, danke für deinen tollen Beitrag. Ich fühle es, dass du weißt was ich meine. Und genau das ist meine Antwort, ich habe diese Kinder, weil ich ihnen ein Fels sein kann. DANKE und dir auch weiterhin viel Kraft

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