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Schulpflicht?! Unser Plan: Frei-Lernen

Diese Woche war es soweit. Am Dienstag (13.09) ist in Bayern die Schule wieder losgegangen. Ich sehe nun Kinder mit Schulranzen auf den Gehwegen schlendern, Jugendliche, die in Grüppchen stehen und quatschen. Junge Menschen in Straßenbahn und Bus, die sich über ihren neuen Stundenplan austauschen und über neue Lehrer reden.

Meine Gedanken gehen weiter und ich überlege, ob ich mir Mina so vorstellen kann. Könnte sie eines Tages das kleine Mädchen sein, welches vermutlich einen pinkfarbenen Schulranzen trägt – evlt. mit Prinzessin oder Einhorn darauf 🙂 Und dann, wie würde der große erste Schultag laufen? Wir würden in ein für sie noch fremdes Gebäude gehen, dort sind viele meist fremde Kinder und fremde Erwachsene. Sie würde aufgerufen werden und würde in eine Klasse zugeteilt werden. Ab hier, sollte wir Eltern nicht mehr dabei sein – vermutlich. Es kommt hier immer auf die Schule an. Aber an sich, sollte sie hier mit ihren sechs oder sieben Jahren allein sein und etwas lernen, nein besser noch, ihr würde etwas beigebracht werden.

Ja, aber was eigentlich genau? Klar, Lesen, schreiben und rechnen sollte sie schon können, um in der Gesellschaft zurecht zu kommen. Soziale Kontakte sind auch wichtig, aber müssen es Gleichaltrige sein?

Warum ich der Schulpflicht und der damit verbunden „Gebäude-anwesenheits-pflicht“ mittlerweile sehr kritisch gegenüber stehe, hat mehrere Gründe, die ich dir gerne näher bringen möchte.

Angefangen hat alles beim Attachment Parenting Kongress 2014 in Hamburg. Dort besuchte ich den Vortrag von André Stern (französischer Autor, z. B. mit „...und ich war nie in der Schule„) Er hat mich in dieser Stunde wirklich in den Bann gezogen. Er schilderte die von Natur aus bestehende Faszination, welche Kinder an den Tag legen und immer alles mit Begeisterung üben und erlernen wollen. Das Kinder nicht  zwischen spielen und lernen unterscheiden , sondern spielen lernen ist. Damals besuchte Mina eine Montessori Krippe, von der ich echt begeistert war. Nach dem Vortrag von André Stern war ich erst einmal durcheinander und sehr verwirrt in meiner Entscheidung der Fremdbetreuung. Das für mich prägendste war, dass ich mich noch einmal persönlich mit ihm austauschen konnte und mit ihm über sogenannte „Aquarien“ gesprochen habe. Er erklärte mir seine Sicht, dass es nicht immer und zwingen sinnvoll sein kann, Gleichaltrige in einen vorbereiteten Raum zu stecken und ihnen etwas beibringen zu wollen.

Als ich damals zuhause war, hatte ich Mina spontan eine Woche zuhause gelassen, nur um zu sehen was passiert. Was macht Mina, wenn ich sie „FREI“ gestalten lasse. Damals hatte ich für Benny ein Tagebuch geschrieben. Es war wirklich beeindruckend. Sie spielte, immer, den ganzen Tag. Sie zu beobachten machte mir wirklich Freude. Klar spielte sie auch an den Nachmittagen nach der Krippe, jedoch diente die Fremdbetreuung mehr mir als damals ihr. Sie ging dann nur noch knapp 10 Monate, bis wir sie komplett abgemeldet hatten. Sie besucht also derzeit auch keinen Kindergarten.

Ja, und eine Schule wird sie hoffentlich auch nicht besuchen. Bzw. darf sie das schon, wenn sie es selbst einmal möchte. Jedoch gehe ich davon aus, dass sie es mit sechs bzw. mit sieben Jahren noch nicht einschätzen kann und unserer Meinung auch nicht muss.

Unsere Recherche ging dann weiter. Gerald Hüther, ein bekannter Hirnforschung sagt auch, wir können nur etwas lernen wenn wir begeistert sind. Für uns ist klar, dass Mina und Arno im jetzigen Schulsystem nicht so begeistert Lernen würde, als eben selbstbestimmt und frei wie jetzt.

Jetzt kommen natürlich viele Fragen auf. Wird sie denn Lesen lernen oder rechnen. Wollen wir sie zuhause unterrichten. Es gibt doch die Schulpflicht, wo uns sogar Bußgeld verhängt werden kann usw.

Nun zu den Fakten zur Schulpflicht:

Nach Anfängen im 16. Jahrhundert (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken 1592, Straßburg 1598) wurde die Allgemeine Schulpflicht im 17. Jahrhundert in Sachsen-Gotha (1642), Braunschweig-Wolfenbüttel (1647) und Württemberg (1649) eingeführt. Im 18. Jahrhundert folgte Preußen (1717), wo es bis 1918 zwar eine Unterrichtspflicht, aber keine Schulpflicht gab.[5] Zuletzt führte Sachsen 1835 die allgemeine Schulpflicht ein, 1919 wurde sie in der Weimarer Verfassung einheitlich für ganz Deutschland festgeschrieben.[6] Quelle: Wikipedia

In Österreich, der Schweiz und z.B. in Frankreich gibt es nur noch die Bildungspflicht. Jedoch keine Schulanwesensheitspflicht. Ich finde es wirklich erschreckend, dass wir an einem so alten System festhalten, welches schon sehr lange in „Betrieb“ ist.

An diesem Punkt möchte ich gerne die grandiose Frau Vera F. Birkenbihl zitieren, diese in einem ihrer genialen Beiträge sagt:

Die Schule ist fürs Industriezeitalter gemacht worden, und das ist vorbei.Und deswegen sind wir jetzt in einem Schulsystem, das für die derzeitige Zukunft nicht geeignet ist. Und es dauert immer 5-7 Generationen bis ein Volk was begreift. Das System funktioniert momentan nicht.

Beispiele aus unserem Alltag, die alle Eltern kennen und uns im Vertrauen lassen sollten:

Mina interessiert sich gerade sehr für Buchstaben, sie erkennt auf Schildern Ihr „M“ und sagt mir das immer. Sie schreibt es auch manchmal nach und freut sich dann. Rechnen kommt auch schon vor, wenn wir verhandeln, wie viele Minuten sie noch etwas zu Ende machen kann, bevor wir wohin gehen oder ähnliches. Dann verhandeln wir mit den Händen, sie möchte immer zehn Minuten und ich verhandle dann nach unten. Sie erkennt auch schon Zahlen, letztens erst beim Kochen. Sagt sie zu mir, Mama guck eine zwei 🙂

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Radfahren konnte sie von heute auf morgen, weil sie es bei ihrer Cousine gesehen hat.

Aber gehen wir einfach einmal auf Kleinkinder zurück. Sie lernen Krabbeln, sie lernen Laufen, sie lernen so etwas Komplexes wie unsere Muttersprache – weil sie es sehen und hören und teilhaben wollen. Warum haben wir dann das Vertrauen verloren und beschließen, plötzlich die Kinder fördern zu müssen und ihnen etwas beibringen zu müssen?

Damals war die Schulpflicht sinnvoll, weil man für die Industrialisierung „gleich“ ausgebildete Menschen benötigt hatte. Jetzt müsse wir an die Zukunft denken und brauchen kreative, selbstsichere Menschen, welche für ihre Umwelt und sich selbst kritisch sein können. Innovative Ideen hervorbringen und selbstständig denken.

Unsere Traumvorstellung für unsere Kinder ist der Weg des Freilernens. Wir möchte sie in ihren Interessen unterstützen und ihnen IHREN Weg ermöglichen. Wir vertrauen ihnen, dass sie zum richtigen Zeitpunkt genau das „Lernen“ werden, was sie brauchen. Wir sind bereit ihnen passende Mentoren zu finden, die ihnen mit Begeisterung etwas beibringen möchte, was sie eben wollen.

Bei einem Gespräch mit einer Freundin stellte sich die Frage, ob dieser Weg nicht sehr anstrengend wäre. Oh ja, ich denke auch, dass dieser Weg viel Arbeit bedeutet, denn ich bin Ansprechpartner meiner Kinder und muss mich kümmern. Sie werden nicht in eine Einrichtung gehen. Wir werden ein intensives Familienleben führen und ich werden versuchen, ihnen ihren Weg zu ermöglichen.

Seit für uns klar ist, dass wir einen anderen neuen Weg gehen wollen, habe ich vieles über ehemalige Freilerner gelesen. Die Geschichten bestärken mich in unserem Vorhaben. Dazu waren wir letztes Wochenende passend auf einem „schulfrei – Festival“. Dort waren über 600 Gleichgesinnte.

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Hier ein Beitrag vom RBB, wo andere Eltern interviewt werden.

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Am vergangenen Dienstag waren wir dann noch in München, und haben vor dem Kultusministerium mit-demonstriert. Diese wollen die Sudbury Schule am Ammersee schließen. Die Schule, welche ich mir für unsere Kinder als Alternative vorstellen könnte.

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Die Demonstration ging mir auch wirklich nahe, obwohl Mina noch zwei Jahre Zeit hätte, um überhaupt Schulpflichtig zu werden. Es haben Eltern und Kinder gesprochen, erklärt warum ihre Schule so toll ist und warum diese bleiben muss. Einige haben geweint und nicht gewusst, was ihre Alternative sein soll. Dort waren Kinder, welche in einer Regelschule krank geworden sind. Bauchschmerzen hatte, durch den Leistungsdruck Schlafstörungen entwickelt haben. Ich wünsche ihnen so sehr, dass die Schule bestehen bleiben darf – auch mal evtl. für unsere Kinder.

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Vielleicht wird die Schulpflicht auch einmal in eine Bildungspflicht geändert, wie bei unseren Nachbarsländer ?! Wer weiß, wir werden jedenfalls unseren Weg gehen. Auch wenn das bedeutet, dass ich mich und die Kinder aus Deutschland abmelden muss. Dann sind die Kinder nicht mehr melde- und schulpflichtig, wir würden dann auf Kindergeld und Betreuungsgeld verzichtet, was es mir aber wert wäre.

Unsere Inspiration kommen von z.B. Vera F. Birkenbihl, André Stern, Gerald Hüther, Bücher „Wir sind Frei“, Schulfrei-Festival, Schulfrei-Community.

Wer noch mehr zum Thema wissen möchte, kann sich hier kostenlos anmelden und über 50 Experten zum Frei Lernen anhören.

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Wir fühlen uns auf dem für uns richtigen Weg und freuen uns darauf, was die Zukunft uns bringt.

Was denkst du über die Schulpflicht? Über unser Bildungssystem? Schreibe mir gerne einen Kommentar.

Alles liebe

Jasmin

 

 

  1. Hallo!
    Du schreibst ja, wenn deine Kinder irgendwann entscheiden, in die Schule gehen zu wollen, dann dürfen sie das. Wie funktioniert das dann? Geht das so einfach, ohne die vorherige Schullaufbahn?

    Und unser Berufsleben funktioniert ja über fachliche Abschlüsse etc. Wie ist das, wenn diese deine Kinder dann später nicht haben? Du hast dir ja sicher über all diese Fragen bereits Gedanken gemacht. Das würde mich sehr interessieren.

    Schöne Grüße e
    Susann

    Antworten

    1. Hallo Susann, klar habe ich bzw. wir uns darüber Gedanken gemacht. Das sie jederzeit in die Schule „einsteigen“ kann, ist denke ich kein Problem, denn wir werden dann eine für sie passende Freie Schule finden. Unser jetziges Berufsleben ist in der Tat auf Abschlüsse aufgebaut, allerdings habe ich dahingehend keine Ängste. Unsere Kinder werden genau ihre Talente und Fähigkeiten nutzen können, die sie bereits in sich tragen, um damit in der Gesellschaft leben zu können. Hast du weitere Fragen? Freue mich über Kommentare Alles Liebe Jasmin

  2. Ich bewundere eure Entscheidung. Halte auch nichts von dem Bildungssystem in Deutschland und versuche auch möglichst wenig meine Kinder in fremdbetreuung zu geben. Ich bin aber auch froh, das es Kindergarten und Schule gibt, viele haben nicht das Glück Eltern zu haben, die gebildet sind. Habe in meine Praxis ( Ergotherapie) schon viel erlebt, Kinder die bis zur Schulpflicht zuhause waren, allerdings nur vorm Fernseher, nicht den Knopf der Hose öffnen könnten, kein Fahrrad fahren, kein schaukeln etc….für solche Kinder sind Kindergarten und Schule sehr wichtig.

    Antworten

    1. Danke für deinen Kommentar. Du hattest tatsächlich Kinder, die den Knopf der Hose nicht öffnen konnten? Woran liegt das? Mina und Arno sind so wissbegierig, ich könnte sie gar nicht stoppen. Also Fahrrad fahren z. B. konnte Mina schon 3 1/2, weil sie UNBEDINGT wollte. Bildung ist sehr wichtig, vor allem auch die der Eltern. Wir versuchen unseren Kindern den nötigen Freiraum und aber auch Halt zu geben, dass sie sich entwickeln können, wie es für sie passt. Was ist eure Vorstellung von der Schulpflicht? LG Jasmin

  3. Liebe Jasmin,

    ich kann dich so gut verstehen. Wir sind über Umwege auch zu einem kita-freien Leben gekommen und es hat uns soooo getan. Eine absolut Augen öffnende Erfahrung. Und während die Schulpflicht immer näher rückte, habe ich auch das Thema Freilernen für mich entdeckt. Haben wir ja gewissermaßen im Vorschulbereicht gemacht, nun hatte es einen Namen. Und ich hätte es so gerne weiterlaufen gelassen.
    Nur irgendwie fehlten mir wohl Mut und Unterstützung. Der Mann an meiner Seite fände Freilernen besser, aber empfindet Schule auch nicht als Weltuntergang und die große Tochter pendelte zwischen Vorfreude und will ich nicht – wir haben sie dann Richtung Vorfreude bestärkt. Somit habe ich seit 2 Wochen ein Schulkind. Für sie ist es eine Achterbahn der Gefühle mit bisher positiver Bilanz. Für mich ist es unendlich schwierig unsere Bedürfnisse und Wünsche den schulischen Anforderungen unterzuordnen und sie über Hausaufgaben etc. weinen zu sehen. Es ist mir ein Rätsel, warum alle Eltern (die ich bisher gesprochen habe) alles prima finden, während ich einfach nur ausbrechen will, für sie und für uns als Familie.
    In entsprechenden (digitalen) Kreisen hat man oft das Gefühl, dass man mit diesen Gedanken nicht alleine ist. In der Welt der Schule bin ich damit völlig alleine. Und das darf nicht so bleiben! Deshalb finde ich es wichtig und großartig, wenn wir dieses Thema immer wieder ansprechen. Schön, dass du es auch öffentlich machst! Auf meinem Blog hab ich auch persönliche Erfahrungen sowie Argumente, wissenschaftliche Studien und ispirierende Beispiele versammelt: http://www.ostseeraeuberbande.de/entdecken-lernen/traum-vom-freilernen/
    Vielleicht ist auch etwas Interessantes für dich dabei?

    Liebe Grüße und weiter so!
    Maria von OstSeeRäuberBande

    Antworten

    1. Liebe Maria, vielen Dank für deinen Kommentar. Dann bin ich gespannt, wie es deiner Tochter weiter gehen wird. Alles liebe

  4. Ein sehr schön geschriebener Artikel. Toll, dass ihr den Mut findet, neue Wege zu beschreiten. Uns ging es ähnlich und viele Zufälle haben mitgespielt, dass wir heute das Leben führen, das wir eben führen. Unsere Kinder gehen nicht zur Schule und nicht in den Kindergarten. Wir leben in Österreich und mussten daher grundsätzlich nichts ändern. Aktuell machen die Kinder zwar die Externistenprüfungen, weil sie ihnen leicht von der Hand gehen. Würden sie sie nicht machen wollen, gingen wir auch rechtliche Schritte und würden uns derjenigen Gruppe anschließen, die hier in AT schon gg. die Prüfungen ankämpft, um den Kindern das Freilernen zu ermöglichen. Ich kann mir kein anderes Leben mehr vorstellen und hoffe sehr, dass wir unseren dreien eine erfülltere Kindheit und Jugend ermöglichen können. lG aus Kärnten

    Antworten

    1. Liebe Belinda,
      wie schön. Vielen Dank für deinen Kommentar. Das freut mich sehr zu lesen. Ich bin stark daran interessiert, es den Bedürfnissen von Mina und Arno anzupassen. Heißt auch, ähnlich wie bei euch, sollten sie auch mal zur Schule wollen, dürfen sie das. Wie bei euch die Prüfung. Wenn nicht, dann nicht. Aber der Anfang sollte erstmal ohne Schule sein, in diesem Alter sind sie in meinen Augen noch etwas zu klein. Wobei ich auch schon von 5-7 jährigen weiß, die sofort wussten, sie wollen nicht mehr zu Schule. Lg aus Bayern

  5. Schaue bitte in den momentan laufenden Kinderkongress von Kiki und Christian rein, dort geht es auch um Schulpflicht oder -zwang.

    Antworten

    1. Liebe Kristina,
      ich kenne den Kongress. Habe den ersten auch schon gesehen und fand ihn klasse. Danke für den Hinweis. <3

  6. Liebe Jasmin,
    abmelden du und deine Tochter oder die ganze Familie? Wo dann anmelden? Ich habe jetzt nur Deinen Bericht gelesen. Wie machen es die anderen Familien hier in Deutschland die Ihre Kinder schulfrei bilden?
    Danke und liebe Grüße
    Nicole

    Antworten

    1. Liebe Nicole,
      mein Plan ist erstmal mich und die Kinder abzumelden, wenn es soweit ist. Mein Mann ist selbstständig und hat hier eine Firma. Und wohin müssen wir nicht entscheiden- wir würden uns als „reisend“ abmelden. Ich denke das dich der Bildungskongress auch interessieren könnte, da bekommst du sehr sehr viel Input – den Link findest du am Ende vom Artikel. Leider kenne ich noch nicht so viele Freilerner in Deutschland. Beim Schulfrei-Festival waren einige, die sich abgemeldet haben und nach Frankreich, Österreich oder die Schweiz gezogen sind. Wieder andere bleiben einfach hier und bleiben unentdeckt. Andere wiederum gehen in Gespräche mit Behörden und wollen eine Schulpflicht-Befreiung bewirken. Ich hoffe tatsächlich sehr, dass sich in 2-3 Jahren noch einiges tun wird. Meine Vorstellung wäre, dass es z. B. freie Bildungsräume gäbe, wo sich Lehrer bzw. Betreuer befinden, die dann Lust haben die Kindern nach ihren Vorstellungen was beizubringen. Wie wenn ich Mina zum Gitarren-Unterricht bringen würde. Alles freiwillig und nach ihren Interessen. LG

    2. Noch etwas zu deiner Frage, wie sie ihre Kinder bilden. Das kann ich nicht beantworten, aber ich habe im Moment viel Vertrauen, dass die Kinder genau das Lernen werden, was sie in diesen Momenten brauchen. Ganz liebe Grüße und vielen Dank für dein Kommentar <3

  7. Liebe Jasmin, sehr spannendes Thema! Wir bekommen auch schon Bauchschmerzen, wenn wir daran denken, dass Viktor mal in die Schule soll (auch wenn ich zB sehr gerne in die Schule gegangen bin). Er wird zwar gerade fremdbetreut und geht ins Montessori Kinderhaus, aber schon dort wird das freie Spielen und die Förderung der Individualität groß geschrieben. Käme für euch auch eine alternative Schule, wie Montessori oder Waldorf auch nicht in Frage? Liebe Grüße Katharina

    Antworten

    1. Liebe Katharina, danke für deinen Kommentar. Also Mina war ja bereits in einer Montessori Einrichtung – bis es ihr nicht mehr gefallen hat bzw. gut getan hat. Es war ihr doch noch zu viel vorgegeben. Ich selber bin z. B. sehr gerne in die Schule gegangen. Die Sommerferien waren mir zu lange, Mathe, Bio und Chemie liebte ich, Sprachen dagegen überhaupt nicht (was ich dank Vera F. Birkenbihl nun verstehe warum)
      Das Thema Schulpflicht stört mich auch. Das der Erziehungsauftrag des Staates über meinen persönlichen Erziehungsauftrag gestellt wird. Das wir mit Bußgeld rechnen müssen etc. Das es eine Pflicht ist.
      Ich wünsche mir für Mina und Arno eine Freiheit, sich entfalten zu können. Die Sudbury Schule am Ammersee würde mich eher interessieren und wäre eher in der Auswahl. Werdet ihr Viktor dann in die Montessori Schule schicken? Das Problem an solchen Schulen ist auch, dass es oft schwer ist einen Platz zu bekommen. LG

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