Haus verkauft – der Weg ist Frei

Einige haben schon davon gehört. Wieder andere möchten nun endlich wissen wo wir hin gehen und warum wir überhaupt unser Haus verkauft haben?

Ich möchte kurz berichten, dass es eine sehr gut durchdachte Entscheidung von uns beiden war. Benny und ich haben gemeinsam entschieden, dass das Haus nicht unser Traum ist – im Moment.

Als wir das Haus, mit Baujahr 1958, im Jahr 2012 gekauft haben, waren wir wohl nicht ganz Herr unserer Sinne. Voll mit Hormonen und im völligen Nestbautrieb, haben wir eine 100% Fremdfinanzierung aufgenommen, um unseren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Gut, die Nebenkosten hatten wir „auf der Kante“, was aber in Summe wohl kaum der Rede wert war.

Seitdem sind nun vier Jahre vergangen, wir sind nicht mehr nur zu zweit und haben keine zwei Vollzeit-Einkommen. Wir sind nun zu viert! Mit einem Einkommen. Das Haus ist innen komplett entkernt und saniert und jetzt wäre der Aussenbereich dran. Aber wir möchten es nicht mehr haben. Wir haben die Illusion erkannt, dass es uns noch lange nicht gehören wird, sondern erst in ca. 25 – 30 Jahren. Im Moment gehört es noch der Bank, und wir haben uns verpflichtet, egal was kommt, jeden Monat eine Rate zu zahlen, damit es irgendwann uns gehören wird. Und für was? Klar, wegen dem Alterswohnsitz und den Kindern natürlich! Natürlich?!?

Bis letztes Jahr Oktober dachten wir tatsächlich so. Es war für uns okay, dass der größte Teil des Einkommens für das Eigenheim entrichtet werden muss. Wie gesagt, bis Oktober. Wir haben uns verändert und entwickelt, persönlich aber natürlich auch gemeinsam. Unsere sehr liebevollen und bedürfnissorientieren Kinder sind dazu gekommen.

streit

Im Oktober passierte es also. Es gab bei uns zuhause einen gewaltigen Knall! Benny und ich haben so heftig gestritten, wie wir es – in mittlerweile 7 Jahren Beziehung – noch nie getan hatten. Nachdem der Knall vorbei war, die gestaute Anspannung, der ganze Stress der zwei Sanierungsjahren von unseren Körpern gelöst war, konnten wir wieder in uns gehen und darüber nachdenken, warum es so weit gekommen war bzw. kommen musste.

Wir redeten viel und über alle möglichen Lösungsansätze. Doch wir kamen immer wieder an den Punkt, dass UNSER Haus uns auffrisst. Egal ob nun finanziell oder zeitlich. Es frisst beides davon unerbittlich, wie ein hungriges kleines Monster.

Benny ging nur noch in die Arbeit um das Geld zu verdienen, um direkt nach der Arbeit im Haus zu arbeiten. Über zwei Jahre hat er fast täglich mit Hilfe von meinem Papa das Haus saniert. Über zwei Jahre! Jeden Tag – selbstverständlich 7 Tage die Woche.

Als wir dann endlich eingezogen sind, kam Arno auf die Welt. Mein Ladenprojekt kostete uns natürlich auch immens viel Energie, was noch dazu kam. Ich schimpfte nur noch im und über den Alltag. Ich hatte gemerkt, dass mir das Haus und das 800 qm große Grundstück zum putzen, hegen und pflegen zu groß und schlichtweg auch zu viel ist. Ich habe gemerkt, dass ich es nicht schaffe, eine gute Mutter für unsere Kinder und gleichzeitig die perfekte ein gute Hausfrau zu sein. Geschweige denn, auch noch nach der Elternzeit arbeiten zu gehen.

Wir haben für uns entschieden, dass wir freier Leben wollen. Wir wünschen uns einen kleineren Raum, den ich viel zügiger sauber halten und putzen kann. Eine günstige Miete, die wir jederzeit kündigen können, weil es uns evtl. wo anders hin verschlägt oder uns einfach der Sinn nach Veränderung ist. Wir brauchen keinen Garten, wenn wir uns oft mit Freunden treffen, in Parks auf Spielplätzen oder beim campen sind. Wir wünschen uns mehr finanziellen Freiraum, um das Leben im hier und jetzt auch genießen zu können. Wir möchten nicht auf unser Rentenalter warten, bis wir drei mal im Jahr in den Urlaub fahren können. Wir möchten spontan verreisen und uns keine Sorgen über Kredite machen. Und wir möchten vor allem für unsere Kinder da sein. Jetzt ist die sensible Zeit, wo sie uns beide sehr stark brauchen.

Wir möchten freier sein! DARUM haben wir das Haus nach nur vier Jahren verkauft.

Im nächsten Beitrag kannst du dann von unserer stressigen Sanierung lesen, wenn dich die intensive und aufreibende Zeit auch interessiert 🙂

Aber jetzt erst einmal zu der brennenden Frage: Wo gehen wir hin?

Ab 01.08 haben wir eine Mietwohnung in einem schönen Augsburger Stadtviertel 😉 Wir haben eine wunderschöne Dachwohnung gefunden, mit ausreichenden drei Zimmern auf über 80 qm. Ohne Balkon und ohne Garten. Dank der sehr zentralen Lage sind wir dann mit den öffentlichen sehr schnell überall, wo wir sein wollen. Der Umzug wird hoffentlich weniger stressig, da wir jetzt schon sehr großzügig aussortieren und uns von vielen Sachen trennen. Der Minimalismus hat uns gepackt. Das größte Möbelstück wird wohl die Couch sein, die mitkommt. Eine Einbauküche ist nämlich schon vorhanden.

Wir freuen uns auf unseren neuen Lebensabschnitt und sind gespannt, was alles noch geschehen wird. 

Die Hausübergabe wird gegen Ende September statt finden, so haben wir entspannte zwei Monate für unseren Umzug Zeit.

Wie sieht es bei dir/euch aus? Träumst du vom Eigenheim? Besitzt du schon eines oder geht es dir ähnlich wie uns und du sehnst dich nach mehr Freiraum und weniger (Schulden-)last auf deinen Schultern?

Lass mir gerne einen Kommentar da oder teile den Beitrag, wenn er dir gefallen hat.

Alles liebe
deine Jasmin

  1. Hallo Ihr Lieben,

    ich möchte mich auch noch mal kurz zu dem Thema zu Wort melden, da es mich – ergo uns – gemeinsam, als Familie betrifft.

    Natürlich soll jetzt nicht der Eindruck entstehen, wir würden es bereuen dieses Haus jemals gekauft zu haben. Absolut nicht, im Gegenteil, es hat uns einen anderen Blick auf so manche Dinge ermöglicht. Über die Finanzierung, die Sanierung, den laufenden Unterhalt und einen Vorgeschmack auf unsere persönliche und familiäre Perspektive der nächsten Jahre.

    Ich möchte hier meine persönliche Meinung zum Thema Eigenheim darlegen, nicht um es anderen madig zu machen, sondern um evtl. eine andere Sichtweise zu schaffen.

    Es ist eigentlich ganz kurz und knapp gesagt: Das Eigenheim ist eine tolle Sache, wenn man es sich a) leisten kann (Finanzierung und Unterhalt) und b) nicht dem Mythos verfällt es wäre eine langfristig gut angelegt Investition. Das ist es faktisch nicht. Das Eigenheim ist ein Luxus. Vergleichbar mit dem Kauf eines neue Autos, eine Luxusreise o.ä.

    Das Eigenheim kostet langfristig viel Geld und verliert stetig an Wert über die Jahre. Gut, das Grundstück dürfte je nach Lage ggf. eine Wertsteigerung bringen, aber das Haus das draufsteht – was faktisch das meiste Geld gekostet hat und weiterhin kostet – leider nicht. Bitte versteht mich auch nicht falsch, das sind von mir keine krampfhaften Contra-Argument. Es sind die Fakten.

    Ein weiterer Ansatz, den manche – so auch wir – ggf. garnicht so richtig auf dem Zettel stehen haben. Was passiert wenn die finanzielle Lage sich ändert? Davor sind wir leider alle nicht gefeit. Ich bin seit 2011 selbständig, aber selbst wäre ich noch angestellt, wie schnell kann der sicher geglaubte Job Geschichte sein? Oder – um jetzt nicht zu sehr schwarz/weiß zu malen^^ – der bekannte Gürtel muss enger geschnallt werden, da man unerwartete Mehrausgaben zu schultern hat usw.? Die einzige Konstante in all den Jahren werden die Fixkosten für Finanzierung und Unterhalt sein. Gnadenlos! Wir hätten (das war bevor wir beschlossen das Haus zu verkaufen) für ein paar Monate „Luft zum atmen“ gebraucht, da wir Anfang des Jahres finanziell etwas gebeutelt wurden. Wir dachten, lass uns doch evtl. mal mit der Bank sprechen. Wir dachten vielleicht an eine Stundung der Tilgung für 3 – 6 Monate o.ä. – egal was – einfach eine Lösung, ein Vorschlag, ein bisschen Hilfe. Das Ergebnis: NICHTS! Bitte zahlen Sie den monatlich fälligen Betrag, wie gewohnt, auf das Ihnen bekannten Konto. Wie gut, das diese kleine Bitte an die Bank nicht den Ernstfall dargestellt hat. Da wären wir nämlich mal sauber im Regen gestanden.

    Sicher, es mag sein, dass es hier zu Lande auch Kreditinstitute gibt, welche auf Notsituationen verständlicher und hilfsbereiter reagieren, verlassen würde ich mich allerdings wohl nicht mehr darauf. Und es ist ja auch irgendwie völlig klar, man hat eine vertragliche Vereinbarung/Verpflichtung über ggf. mehrere Jahre bzw. Jahrzehnte geschlossen und daran gilt es sich zu halten. Das muss man sich einfach immer wieder ins Gedächtnis rufen.

    Ein weiterer, aber ganz wichtig Faktor sind die Rücklagen. Nur die mtl. Finanzierung und den laufenden Unterhalt machen noch kein sorgenfreies Eigenheim aus. Ohne solide Rücklagen kann so ein Häuschen auch ganz schnell existenzbedrohend werden! Wieso das? Beispiel: In unserer Straße werden sicher in den nächsten Jahren die Kanalrohre, inkl. Straßenbelag neu gemacht. Hier kommen dann ggf. die sogenannten Straßenausbaubeiträge auf die Anwohner zu und fakt ist eins, günstig wird das sicher nicht. Und das war jetzt nur ein Beispiel an potentiellen Ausgaben wozu Rücklagen unabdinglich sind!

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wir konnten und können uns das Häuschen – IN DER JETZIGEN LEBENSLAGE – einfach nicht MEHR leisten und es wäre wohl für uns persönlich und familär, mittelfristig der sichere Weg in den Untergang geworden, hätten wir die Zeichen nicht erkannt und entsprechend reagiert. Es kostet einfach zu viel, zu viel Zeit, zu viel Geld und zu viel Kraft. Diese drei Hauptressourcen werden wir von nun an wieder selbstbestimmt einsetzen und darauf freuen wir uns sehr! 🙂 Daher sind wir jetzt einfach nur froh, hier noch ein gutes Ende FÜR UNS gefunden zu haben …und wer weiß, vielleicht haben wir eines Tages wieder des Deutschen liebstes Gut^^

    Aber bis dahin halten wir es ein bisschen nach dem griechischen Philosoph Herakleitos, der da mal sagte: „Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“

    In diesem Sinne: Alles erdenklich Gute, Glück und Zufriedenheit auf euren Wegen, für Euch und Eure Familie!

    Benny (Ehemann und Papa)

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  2. Egal, ob man zur Miete wohnt oder im Eigenheim – wichtig ist, dass man sich wohlfühlt und glücklich ist und zwar genau jetzt in diesem Moment! Ich finde es toll, dass ihr so mutig seid und erkannt habt, dass das Haus nicht das richtige ist und deswegen einen Neustart sucht. Man muss so leben, dass man jetzt zufrieden ist und sich wohl fühlt und nicht erst in ferner Zukunft, wenn das Haus bezahlt ist, der Garten fertig ist, alles renoviert ist usw., denn man weiß nie, was das Leben noch bringt. Zu Hause ist, wo die Familie ist!

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    1. Liebe Simone, danke für deine Worte! Es trifft es auf den Punkt: Zu Hause ist, wo Familie ist <3

  3. Wir „mieten“ ein Haus von 120 m2 mit Garten von meinen Schwiegereltern bis wir es mal übernehmen. Ich liebe es und es ist mein absoluter Traum, aber ich kann nachvollziehen, dass dies nicht jedermanns Traum ist. Gut gemacht!:-)

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    1. Ich finde es schön, wenn jeder seinen Weg geht. Und ein Haus mit Garten zu mieten hört sich auch gut an, solange die Kosten für euch machbar sind. Ich bin auch gespannt, wie uns die Umstellung von Haus mit Garten, zu Wohnung ohne „draußen“ gelingt. LG

  4. Danke für diese ehrlichen Worte! Wir träumen vom eigenen Haus aber das wäre, zumindest im Raum München, nur mit hohen Schulden möglich.
    Zugleich sind wir aber auch sehr freiheitsliebend und gerne und spontan am reisen. Und wir geniesen den Luxus, dass ein Elternteil voll bei unserem kleinen Sohn zu Hause ist.
    Mich hat dieser Artikel sehr zum nachdenken gebracht und unsere jetzige Wohnesituation wieder ein wenig relativiert. Danke 🙂

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    1. Liebe Elke, ich freue mich über deine Worte. Die Artikel sollen nämlich genau das bewirken, dass wir alle gemeinsam nachdenken. Und oh ja, München ist teuer. Wir wohnen 1 Stunde entfernt. Wir haben z. B. auch nach einer Wohnung im Raum München geguckt, war aber nichts zu finden, sowohl preislich als auch von der Lage etc. Genießt also euer Leben und seid Frei, auch in euren Entscheidungen. LG

  5. Hallo Jasmin ?
    Ich empfinde genau gegenteilig. 2011 kauften wir -noch kinderlos- eine Eigentumswohnung. 65qm plus ausgebautem Dachboden, kein Balkon aber schön geschnitten. Es sollte von vornherein eine Übergangslösung sein, bis wir irgendwann vor der Einschulung zukünftiger Kinder die Kohle für ein „richtiges“ Eigenheim haben würden. Wir haben und wollten auch zukünftig mit nur einem Gehalt rechnen. Alles was ich verdiene, ist Bonbon oben drauf. Mein Mann bestreitet unser Leben all in mit seinem Gehalt.
    Die Wohnung war hübsch und wir fühlten uns wohl. Einen Balkon vermisste ich zwar- Blumenduft und an lauen Sommerabenden noch eine Bowle und ein Gesellschaftsspiel mit entweder nur dem Mann oder Freunden – ohne noch mal das Haus zu verlassen hätte schon was gehabt. Aber nun. Man kann nicht alles haben.
    2013 kam Sohn1. 2014 folgte ihm 11,5 Monate später Sohn2. Bis zur Einschulung hätten wir also noch massig Zeit ?
    Das erste Babyjahr verging und wir blieben zufrieden. Das zweite war schon unangenehmer. Und alles vorbei war im Grunde, als beide mobil waren. Ich wurde immer unglücklicher. Das steigerte sich richtig, bis ich diese Wohnung regelrecht hasste und unser Leben dort mehr als unangenehm empfand.
    Wir beschlossen das Projekt „Haus“ vorzuziehen und versprachen uns mehr Lebensglück und ja- mehr Freiheit.
    Wir bauten und im Mai 2016 sind wir umgezogen. In ein wundervolles Dorf mit tollen Nachbarn. Ich will garnicht flexibel sein. Ich will hier bleiben bis der Umzug ins Pflegeheim ansteht. Ich will dass meine Kinder hier stabile Wurzeln schlagen, damit sie wenn es soweit ist, ihre Flügel entdecken und benutzen. Ich hatte als Kind ein sehr unstetes Leben. 16 Umzüge in den ersten 20 Lebensjahren – das wollte ich für meine Kinder nie.
    Sicher- es liegt noch viel Arbeit vor uns. Noch sind nicht alle Kartons ausgepackt und dchon garnicht alle Bilder an der Wand. Auch unser „Garten“ gleicht noch sehr einer Mondlandschaft.
    Aber unsere Lebensqualität ist immens gestiegen.
    Den Haushalt hier in Ordnung zu halten finde ich unheimlich viel einfacher als in dieser engen Wohnung. Mehr Platz und mehr Stauraum machens möglich. In der Wohnung war es selbst nach Putzmarathon unordentlich weil wir unsere ganzen Pröttel überhaupt nicht unter bekommen haben. Immer stand irgendwas rum. Oder wurde in das Zimmer gestopft, wo die Gäste nicht rein guckten. Familienfeietn auszurichten war eine Katastrophe. Mit 6 Erwachsenen Gästen war die Wohnung mehr als ausgelastet und wenn dann zu den Geburtstagen die minimum 25 an Familie kamen war der Ess-und Wohnbeteich und erst Recht die Küche komplett überfordert.
    Ein großer Knackpunkt war auch der fehlende Garten. Wenn ich mit den Kids raus bin, dann war ich komplett mit draußen. Also mit Sachen packen und irgendwo hin gehen (Spielplatz, Park, See). Da war nichts mit nebenbei Kochen oder Wäsche aufhängen oder Fenster putzen. Jetzt brauche ich nur die Terrassentür aufzumachen und die Jungs können raus. Buddeln, Baggern, Fangen oder Ball spielen. Ich habe sie immer im Blick, helfe oder spiele auf verlangen mit und kriege nebenbei trotzdem noch etwas erledigt. Das ist toll. So bleibt nämlich unterm Strich mehr reine Familienzeit. Und ich als Mama bin wesentlich entspannter und gelöster.
    Unsere Lebensqualität ist also sehr gestiegen. Und zwar in keinem Verhältnis zu dem finanziellen Mehraufwand. Ich will nie wieder zurück ?. Der große geht jetzt in den Kindergarten. Der Kleine folgt Mitte August. Sie werden die gleichen Leute um sich rum haben in Krippe, Kiga, Grundschule…. auf der weiterführenden Schule begleitet sie dieses Dozialnetzwerk weiterhin auch wenn dann neue Bekanntschaften dazu kommen.
    Ich könnte glücklicher nicht sein. Im Dezember kommt unser drittes Kind ❤ und unser Leben wird hier stattfinden. Wir sind angekommen und geerdet.
    Für mich bedeutet dieses Haus Freiheit, Sicherheit, Heimat und Glück ?

    Ich wünsche Euch, dass sich Euer Knoten in der neuen Wohnung löst und dass ihr dort euer Glück findet ?

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    1. Liebe Doro, herzlichen Dank für deinen Kommentar. Mich freut es sehr, dass es euch in eurem Haus wie erhofft besser geht als in der Wohnung. Und ich kann dich verstehen, wenn du selber in den ersten 20 Jahren 16 mal umgezogen bist, sehnst du dich nach Festigkeit, auch für deine Kinder. Für mich ist der Gedanke, wie du ihn beschreibst mit dem Umzug dann in ein Pflegeheim, wie eine Zwangsjacke. Ich fühle mich eingeschränkt und bekomme fast keine Luft mehr. Weil es für mich zu fest geschrieben ist. Zu starr und unflexibel. Aber ich weiß sehr wohl, dass es für manch andere die Erfüllung ist. Das ist doch das schöne am Leben, jeder kann es für sich passend gestalten. Was ich jedenfalls jetzt schon weiß, ich werde unsere Nachbarn vermissen. Unsere Kinder spielen so toll zusammen und das Vertrauen ist spitze. Aber den Kontakt werden wir behalten und sie besuchen (mit dem Zug nur 10 min). Ich wünsche euch alles erdenklich Gute <3

  6. Wow,der Text könnte fast von mir sein.
    Wir haben Anfang 2015 ein Haus Baujahr 59 gekauft und innen ebenfalls alles rausgerissen und mit viel Hilfe von meinem Vater renoviert. Jetzt gehts langsam an den Garten und das Dach, unser Baby ist vor zwei Monaten geboren und wir merken, dass das Haus wirklich sehr eng wird ,wenn denn noch ein Kind kommen sollte . Das es früher oder später zu wenig Zimmer sein werden und wir uns möglicherweise nach etwas anderem umsehen müssen motiviert natürlich nicht gerade zum weiter machen. Aber bis dahin haben wir monatlich auch nicht mehr Kosten als in unserer früheren Wohnung, und die negativen Punkte beim zur Miete wohnen überwiegen dann doch, deshalb wäre ausziehen erst mal keine Option für uns. Lieber zahle ich etwas ab, das später mal uns gehört, als dass ich Vermietern fünf mal im Jahr den Urlaub finanziere 🙂

    Schön geschrieben

    Viele Grüße
    Eva

    Antworten

    1. Liebe Eva, Glückwunsch zum Nachwuchs. Das die Motivation schwindet, wenn man feststellt, dass es irgendwann nicht mehr reicht – verstehe ich gut. Und jetzt wo das Baby da ist, gibt es ja auch erstmal schöneres und wichtigeres als ein Dach oder der Garten 😉 Es hört sich bei euch gut an, wenn ihr genauso wie Miete bezahlt – bei uns war es wegen der Sanierung deutlich mehr. Ich wünsche euch alles Gute

  7. Hallo, ich kann euch gut verstehen. Wir haben uns auch nach Jahren des Suchens gegen ein Eigenheim entschieden. Niemand (außer meine Eltern, die würden auch nicht mehr kaufen) versteht es! Für uns ist es aber richtig so. Wir wohnen zur Miete in einem kleinen Reihenhaus zwar mit Garten, aber alles ist so gut händelbar. Ich fühle mich so nicht so gebunden denn niemand weiß was noch so kommt im Leben. Wir mussten auch schon mal vor ein paar Jahren ein Heim verlassen, weil wir es und finanziell mit nur einem Einkommen nicht mehr leisten konnten. Mir war es immer wichtig für meine Kinder da zu sein. Nun sind sie schon etwas größer und ich kann wieder etwas arbeiten. Ich finde eure Entscheidung genau richtig, denn man vergisst oft wie wenig man eigentlich wirklich braucht und schaut zu wenig auf das Wesentliche. Wie du auch sagst und das vergessen die Meisten(oft hat man das Gefühl einige denken wir haben ein Haus nun sind wir wer) das Haus gehört einem erst in ca. 30 Jahren bis dahin kann viel passieren und viele Beziehungen sind an der Verantwortung zerbrochen. Das ist es nicht Wert! Also alles richtig gemacht. Ich würde es auch schön finden, wenn es in der Gesellschaft nicht als Versagen gilt (kommt manchmal nämlich so rüber)nur weil man sich für einen anderen Lebensweg entschieden hat. Zu Hause ist für mich meine Familie und man kann sich an vielen Orten wohl fühlen. Jetzt genießen wir erstmal unser Übergangsheim und das wünsche ich euch unbekannterweise auch. ?

    Antworten

    1. Liebe Ina, vielen Dank für deinen netten Kommentar. Wie schön, dass ihr auch das Wesentliche wertschätzt und es euch gut dabei geht. Ich hoffe auch sehr, dass es viele noch erkennen werden, dass die Persönlichkeit oder Erfolg nicht an materiellen Dingen gemessen werden kann.
      Euch alles Liebe für euren weiteren Weg

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