10 Tipps zu einem grüneren Essen – Gastbeitrag von dergrüneveg.de

Mein letzter Post war über das Stillen, wir ernähren also unsere Kinder. Und danach? Da geht unsere Verantwortung natürlich weiter. Mein Artikel über unsere Ernährungsweise hat eine Zusammenarbeit mit www.dergrüneveg.de entstehen lassen.

Hier folgt ein Gastbeitrag von Jana:

Als wir den Blogartikel von Jasmin vom 18.04.2016 „Was isst du so?“ gelesen hatten, haben wir uns wieder gefunden und waren uns sicher, wir können uns in Zukunft gegenseitig „befruchten“ und unterstützen. 🙂

Es ist schön zu sehen, wie die Anzahl an veganen Eltern stetig wächst und das Thema tierfreie und gesunde Kinderernährung an Priorität zunimmt. Denn wie hat Jasmin so schön formuliert: wir Eltern „leben es vor und prägen unsere Kinder dadurch“, und genau so ist es. Noch schöner war es dann zu lesen, dass auch bei ihr die Ernährungsform Rohkost präsenter wird.

Vor drei Jahren begann unsere vegane Reise.
Vladimir wollte schon sehr lange Vegetarier werden – den letzten Anstoß dazu gaben ihm die Doku „Gabel statt Skalpell“ und das Buch „Eat & Run“ von Scott Jurek. Ich zog vier Wochen aus Neugierde mit.

Wenn du mit den Gedanken spielst, der tierfreien Ernährung eine Chance zu geben, aber noch unentschlossen bist, oder dir Fleisch z.B. „einfach zu gut schmeckt“ – probiere es einfach einen Monat aus.

Es wird dir nach den 30 Tagen besser gehen, so viel steht schon einmal fest. 🙂

Hier der erste Tipp, damit du nicht wieder rückfällig wirst und die Kraft hast weiter zu machen:

1. Bücher, Dokus und Filme helfen den Horizont zu erweitern

Hier eine Auswahl der Empfehlungen, die wir geben können und die uns am Anfang, aber auch später sehr geholfen haben.

Bücher

  • Marianne Niederer, Gesund von Geburt an
  • T. Colin Campbell, Die China Study (gibt es auch als Hörbuch)
  • Brandon Brazer, Vegan in Topform (Profisportler, Triathlet, Ironman – „Kultbuch der weltweiten Veganbewegung“)
  • J. S. Foer – Tiere essen (was ist Fleisch? wo kommt Es her?)
  • Melanie Joy – Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen? (die psychologisch-wissenschaftliche Seite)

Dokus

  • Gabel statt Skalpell
  • Hope for all
  • We feed the world
  • Fed up

Filme

  • That sugar

2. Vegane Kochbücher zulegen

In kürzester Zeit deckten wir uns damit ein. Damals war das der einfachste und schnellste Weg. An dieser Stelle seien exemplarisch nur drei genannt.

Christina Kaldewey, Vegane Kücher für Kinder. Einfach lecker für kleine Entdecker.
Atilla Hildman, Vegan for Fit – die 30 Tage Challange (mit der „Challenge“ hat es bei mir auch begonnen, allerdings nicht explizit mit der aus dem Buch)
Brandon Brazer, Vegan in Topform (oben bereits erwähnt, hat auch viele Rezepte und ist informativ und sehr gut für den Einstieg)

3. Vegane Ersatzprodukte testen

Zeitgleich testeten wir nahezu alle veganen (Ersatz-) Produkte. 🙂
Es waren die klassischen Produkte, wie: Sojamilch und -joghurt, Tofu, Tempeh, Sojageschnetzeltes, Seitan, Ersatz für Käse, Wurst und Würstchen. Das vegane Sortiment gibt mittlerweile aber auch alles her, da wünschten wir uns, so wie Jasmin auch, wir hätten diese mega Auswahl nicht.
Jetzt, ein paar Jahre später, tauchen diese bei uns nur noch ganz selten im Kühlschrank auf.

Je mehr wir uns informierten, desto weniger gab es ein Zurück für uns in die tierische Ernährungsweise. Unsere Büchersammlung vermehrte sich unaufhaltsam. Die Thematik Nährstoffversorgung trat in den Vordergrund und wie einfach es wäre diese mittels „Superfood“ zu gewährleisten. Genau das taten wir dann auch. Wir hatten wirklich alle Superfoods durchprobiert, zum Teil haben wir sie immer noch. 🙂

4. Superfoods probieren

Unsere Gängigsten waren / sind:

  1. Gojibeeren
  2. Chiasamen
  3. Spirulina
  4. Chlorella
  5. Gersten- und Weizengras (Pulver)

Es muss aber nicht die eingeflogene Ware von weit her sein, das wissen wir heute.

Lieber die heimischen Lebensmittel, wie z.B. diese 6 effektiven Superfoods aus der Obst- und Gemüsetheke

Wildkräuter sind im Moment ein großes und aktuelles Thema bei uns und es steht außer Frage, dass die wundersamen Ur-Gewächse eine optimale Versorgung mit allen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sogar Proteinen darstellen.

5. Wasser hinterfragen

Unsere Reise ging weiter. Wir beschäftigten uns sehr viel mit dem Thema Wasser.
Wasser aus PET-Flaschen war für uns schon lange „Tabu“ und mit Glasflaschen-Kästen haben wir uns auch lange abgeschleppt.
Steine, die das Wasser energetisieren, bis hin zu Wasserfiltern (Aktivkohle, Osmoseanlagen etc.) und Verwirblern … es war eine sehr spannende Zeit. Im übrigen haben wir uns für einen Aktivkohle-Filter entschieden, der unter unser Spüle verbaut ist. 🙂

Wer sich mit dem Thema Wasser auseinandersetzen möchte, oder besser gesagt eintauchen möchte, hier ein paar interessante Links:
Water – Die geheime Macht des Wassers (Kompletter Film)
Viktor Schauberger – Die Natur kapieren und kopieren

6. Darmsanierung

Nachdem das Thema Wasser dann vorerst in den Hintergrund getreten war, begann sich Vladi mit Darmsanierung und -gesundheit vertraut zu machen und ist mittlerweile wirklich fit in dem Bereich.

Jasmin hat da ja ebenfalls ihre Erfahrungen gemacht. Auch in Bezug auf die Nutzung von Flohsamenschalen. Unsere Wege sind also wirklich ähnlich. 🙂

Da könnte man hier einen eigenen Artikel drüber schreiben, so umfangreich ist das Thema. Denn alle Gesundheit geht vom Darm aus. 🙂

7. Giftstoffe meiden

Auch der Verzicht auf Zucker zeigt Parallelen zu Jasmins Ernährungsweg.
Doch dies ist wirklich in der heutigen Gesellschaft sehr schwer umzusetzen, besteht doch gefühlt jedes zweite Nahrungsmittel aus einer chemischen Süßungssubstanz.

Haushalts-Zucker ist ein gefährliches Produkt, welches deine Sinne durcheinander bringt und dein Hungergefühl täuscht. Dass es stark süchtig macht ist auch mehrfach bewiesen. Je früher du davon loskommst, desto eher wird es für dich und deine Familie ein Segen sein.
Übrigens lieben Parasiten, Bakterien, Viren und der Krebs – Zucker.

Jodsalz ist ein Abfallprodukt, ohne jegliche Nährstoffe. Es handelt sich also auch hier um ein totes Nahrungsmittel, wie beim Zucker – Besser Meersalz, oder Himalaya Salz und in kleinen Mengen.

Genauso betrifft das Flourid. Flourid ist ebenfalls ein Abfall der Industrie bei der Aluminiumherstellung. Für die Gesundheit hat es überhaupt keinen positiven Nutzen, auch nicht in der Zahnpasta.

Es gibt noch sehr viel mehr Giftstoffe (Gluten, Kaffee, Aspartam etc.), die den Rahmen hier jetzt einfach sprengen würden.

8. Wochenpläne aufstellen

Wir haben dann Wochenpläne aufgestellt und mit dessen Hilfe alle Mahlzeiten am Tag geplant.
Die nötigen Lebensmittel haben wir samstags eingeholt.

Das Aufstellen von Wochenplänen vereinfacht wirklich Einiges, insbesondere wenn Kinder mit im Haushalt leben. Denn wir wissen alle, wie schnell plötzlich der Abend unter der Woche ran ist und dann wird überlegt, was wir den Kindern zu essen machen können und immer „Stulle mit Brot“ ist auch nicht das Wahre. Da ist so ein Wochenplan wirklich sehr hilfreich.

Neben dem Erstellen unserer Website und dem Gebären unseres zweiten Sprösslings Theo, ging unser Selbststudium weiter.

9. Mehr Rohkost integrieren und grüne Smoothies trinken

Das Thema Rohkost rückte immer mehr in unseren Vordergrund. Jasmin erging es ja auch so.
Ich denke, da trifft jeder drauf, der erst einmal angefangen hat sich mit gesunder Ernährung auseinanderzusetzen.

Vladi und ich beschlossen daher, unseren kleinen Theo nach (und schon während) dem Stillen ROHvegan zu ernähren, also ausschließlich von ungekochten Lebensmitteln. Es war einfacher als erwartet. 🙂

Jetzt drei Jahre später ernähren wir uns alle vegan, mit einem hohen Anteil an Rohkost. Durch den Austausch mit anderen Eltern, aus der Veganen-Rohkost-Community wissen wir nun, dass grünes Blattgemüse (Salate, Gemüsegrün, Wildkräuter) sehr wichtig ist.

Die Kinder sind sehr selten krank, so im Vergleich mit anderen Kindern in der Kita. Selbst die Erzieher sind erstaunt. Von daher werden wir diesen Weg weiter gehen und wünschen uns, dass noch viele ihn gehen.

10. Stets weiter informieren

Auch in Zukunft werden wir weiter studieren und probieren, denn wie schrieb Jasmin so schön 🙂 :

„Wir haben eine Verantwortung unseren Kindern gegenüber.“

Grüne Grüße, Jana & Vladi von dergrüneVeg.de

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Wir würden sehr gerne wissen wie Du deinen „Veg“ bestritten hast. Oder steckst Du gerade in der Umstellung? Schreib es in die Kommentare.

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