Reportage „Leben ohne Plastik“ bei Deutsche Welle

Es war sehr spontan und eher ein Zufall, dass wir „plötzlich“ ein Fernseh-Team von der Deutschen Welle bei uns Zuhause hatten. Angefangen hat es mit meiner Suche nach mehreren plastikfreien Alternativen auf einer Facebook-Seite. Dort bin ich dann in einer Gruppe auf einen Post gestoßen, wo eine Reporterin eine Familie für eine Plastikfrei-Reportage gesucht hat. Unter dem Post habe ich spontan reagiert, „wir könnten uns das vorstellen“.

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Nach kurzem Kontakt per Mail und einem längeren Telefonat stand für das Fernsehteam fest, sie würden gerne bei uns zuhause drehen. Ein passender Termin war auch schnell gefunden und so standen dann an einem Freitag Morgen, zwei sehr nette Journalistinnen bei uns in der Küche. Ausgestattet mit einer Kamera. Ganz ohne Drehbuch oder Visagisten. Ich bin mit einem Mikrofon ausgestattet worden und die Szenen wurden grob besprochen, die sich Anna und Miriam vorstellen konnten. Zuerst war ich ziemlich nervös und auch aufgeregt.

Zu Beginn musste ich mich an die Kamera gewöhnen, doch dann hat es einfach nur Spaß gemacht und wir waren so wie immer 🙂

An dieser Stelle auch noch einmal vielen lieben Dank an Anna und Miriam. Sie hatten sich sogar Zeit genommen und mit Mina ein Buch gelesen. Am Ende der drei Tage sind sie zu Minas Freundinnen geworden und sie möchte sie gerne in Berlin besuchen fahren <3

Aber ich möchte jetzt nicht noch mehr Text dazu schreiben, seht selbst: ein Versuch, drei Tage lang komplett auf Plastik zu verzichten:

Sollte das Video hier nicht angezeigt werden, hier noch mal der Link zum Link zum Video.

Hier noch die „Rezepte“ welche ich während der Reportage gemacht haben. Diese habe ich von einer sehr netten Kundin bekommen. Sie stellt zuhause so ziemlich alles selbst her, sogar Seife.

Zahnpasta:

  • 2 EL Kokosöl
  • 2 EL Natron
  • 1-3 TL Xylit (Birkenzucker) je nach gewünschten Geschmack. Im Video habe ich wenig genutzt, Mina mochte es nicht. Nun ist etwas mehr enthalten
  • 1-3 TL Schlemmkreide (Calciumcarbonat)
  • nach Bedarf noch ätherisches ÖL wie Minze oder Pfefferminze

Duschgel:

  • 50 g Seife
  • 200 ml starken Apfeltee
  • 20ml Apfelölauszug oder Zitronenölauszug oder gutes Öl dazu ( ich habe Kokosöl genommen)
  • 5-10 Tropfen äther. Apfelöl
  • grüne Lebensmittelfarbe für die Optik ( habe ich nicht gehabt, kann man rein tun)

Roggenschampoo:

  • 5 EL Roggenvollkornmehl
  •  300ml Wasser (warm) mischen, mind. 1 h quellen lassen, über die Haare und massieren, einwirken lassen ausspülen

Spülung (nach dem Roggenschampoo):

  • 1 EL Apfelessig
  • 500ml Wasser
    Über den Kopf tröpfeln so viel man mag nach dem Waschen und drin lassen

Plastikfreie Alternativen im Haushalt sind z.B. Zahnbürsten aus Bambus. Wir haben die von Hydrophil getestet. Mina, Arno und ich nutzen sie noch immer. Benny bleibt bei seiner Elektrozahnbürste.

Kindergeschirr von z.B der Firma BecoThings. Ist wirklich robust, Spülmaschinen geeignet und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Für Unterwegs die Brotzeitdose die von EcolunchBox und zum Thema Trinkflasche hatte ich ja bereits einen Blogeintrag geschrieben.

Das Experiment war sehr interessant und gerade auch für mich spannend, dass ich selbst nach den drei Tagen vieles an Tupperware nicht mehr benötige. Meine Mama hat mir z.B. auch Edelstahldosen mit Glasdeckel geschenkt und die übrig gebliebene Lebensmittel fülle ich nun meist in ein „Altglas“.

Das Bewusstsein für den Gebrauch von Plastik ist entscheidend, denke ich. Wenn wir alle ein bisschen mehr darauf achten sind wir irgendwann immer weniger eine Wegwerf-Gesellschaft.

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Liebe Grüße,
Eure Jasmin

    1. Liebe Sylvi, vielen liebe Dank. Ich werde es mir in Ruhe ansehen. LG

  1. Liebe Jasmin, schöner Bericht! Kompliment! Ich werde heute mal die Zahnpasta testen! Alle Liebe, Freya

    Antworten

    1. Liebe Freya, dankeschön. Der zweite Versuch war besser, ich habe gleich Pfefferminzöl hinzugefügt und sie schmeck wirklich. Mina möchte allerdings weiter „ihre“ Zahnpasta, was auch okay ist 😉

  2. Hallo 🙂
    Mein Großer hat die Zahnpasta auch verweigert (und leider auch die Bambus Zahnbürste), allerdings hab ich noch Kurkuma rein, vielleicht war das keine gute Idee. Er benutzt immernoch seine elektrische Kinderzahnbürste und normale Zahnpasta aus dem Bioladen, leider. Mal sehen, momentan fängt er an seine Ansicht zu ändern 🙂
    Liebe Grüße!

    Antworten

    1. Liebe Nadine, Ich habe auch eine Zahnpasta mit Kurkuma gemacht, diese benutz ich allerdings nur einmal die Woche. Schon allein die Farbe würde Mina abschrecken. Mina mag weiterhin ihre Zahnpasta am liebste, allerdings hatte sie nichts gegen die Bambusbürste, die wir nun benutzen 😉 Liebe Grüße

  3. Ein tolles Projekt, auch wir wollen versuchen plastikarm zu leben. Schön auch das ihr ehrlich bleibt, z. B. als Mina die Zahnpasta verweigert und dies auch gezeigt wird.

    Antworten

    1. Liebe Simone, danke für deinen Kommentar. Natürlich waren wir ehrlich. In diesem Beitrag war nichts gestellt oder gar gecastet. Es war für uns alle spannend und ein Experiment. Mina hatte natürlich auch gesehen, dass wir auf ihre Reaktion gewartet haben. Sie möchte sie nun weiterhin nicht testen, ist aber kein Problem. Liebe Grüße

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