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11 Hilfreiche Tipps im Alltag mit Kleinkindern

Ich bin immer wieder auf der Suche nach Vereinfachung in unserem Alltag. Egal, ob wir nun nach München in den Rockzipfel-Treff fahren oder auf den Spielplatz gehen, der Haushalt muss gemacht werden, am besten nebenbei. Mich stört es mittlerweile sehr, wenn ich schlecht gelaunt bin, weil mein Kopf mit To-Do-Listen voll ist. Ich räume gerade den Geschirrspüler ein und aus, bin aber gedanklich schon bei dem über nächsten Schritt. Wenn Mina und Arno noch dazu an mir kleben, bin ich frustriert wenn ich meinen Kopf-Plan nicht abarbeiten kann.

Für uns ist es also besser, wenn ich die Tätigkeiten nicht „abarbeiten“ muss, sondern sie nebenher einfließen lassen kann. Nun habe ich es für mich geschafft, ein bisschen mehr Disziplin in meine Handlungen zu bringen. Ich erhoffe mir dadurch mehr Entspannung und Entschleunigung im Alltag.

01. Einkauf liefern lassen

Unsere Gemüsekiste kommt wöchentlich am Freitag. Die Lebensmittel wähle ich vorher bequem am Laptop aus. Ansonsten bestellen wir auch gerne den Rest über Shops wie z.B. Keimling.de oder alles-vegetarisch.de. Alles andere besorge ich gerne mit dem Rad und den Kids im Anhänger.

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02. Einmal am Tag Wäsche waschen

Seit unser Trockner kaputt ist, wasche ich sehr langsam. Das bedeutet, ich gehe nur einmal am Tag in den Keller, hole meist die gewaschene Wäsche hoch und befülle sie wieder. Ich schalte die Maschine mit Timer ein, so dass sie dann am nächsten Tag fertig ist. Im Wohnzimmer hänge ich dann die Wäsche auf. Vorher habe ich meiste viel gesammelt und bin dann am Wochenende im Wäscheberg versunken. Dank dem Trockner habe ich dann auch „Marathon“ gewaschen. So finde ich es nun entspannter und ich kann es mit einmal am Tag abhacken. (Bügeln ist für mich etwas völlig sinnloses, deshalb lege ich die Wäsche nur zusammen ;-)) Ich gehe dann z.B. in den Keller, wenn ich gerade sehe, dass die zwei sich selber beschäftigen oder ins Spielen vertieft sind. Der Zeitpunkt ist dann bei mir nicht so wichtig, wie wenn ich Gedanklich schon die Waschmaschinen-Gänge und Stunden-Laufzeit durch kalkuliert habe.

03. Vorwerk Saugwischer – wir lieben ihn

Unser Vorwerk Saugwischer kommt täglich zum Einsatz. Egal ob nun in der Küche, oder im Bad oder gleich das ganze Erdgeschoss/Obergeschoss. Mina und Arno helfen dabei gerne mit und der Boden ist in einem Arbeitsschritt gesaugt und gewischt. Er steht auch in der Tat meistens im Flur, weil wir ihn öfter benutzen. Es sind nunmal Kinder und bröseln und krümeln gerne herum.

04. Beim Plantschen der Kids das Bad „kurz“ putzen

Während die Kids in der Wanne sitzen kann ich die Toilette putzen und das Waschbecken schrubben. Spiegel polieren und Kosmetik aussortieren. Wenn die Zwerge aus der Wanne steigen, gehe ich noch kurz mit Essigessenz über die Badewanne und Armatur und trocknen nach. Natürlich trockne ich vorher schon die Mäuse ab und ziehe sie an 😉

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05. Grundregel: Alles was in 1 Minute verräumt ist, direkt machen

Ich versuche krampfhaft nach Beispielen zu suchen, ihr wisst bestimmt alle was ich damit meine. Man verräumt einen Einkauf und wirft gleich die Verpackung weg, anstatt sie noch wo abzulegen. Die Jacken werden direkt aufgehängt, anstatt auf den Boden abzulegen usw. Das schafft Grundordnung und man ärgert sich hinterher nicht über zu viel Arbeit.

06. Essen bestellen

Wenn wir länger unterwegs waren und ich keine Zeit mehr zu kochen hatte, wird etwas bestellt. Oder im Ort bei der Pizzeria abgeholt. Auch wenn ich mich gerade wieder intensiv mit dem Thema Ernährung auseinander setze, geht nichts über ein Stück Pizza (vegan wäre einfach ohne Käse) oder aber Reis mit Curry <3

07. Vorkochen

Wenn ich Nudeln und Reis koche, machen ich meist schon etwas mehr, damit es noch den nächsten oder sogar zwei weitere Tage gegessen werden kann. Tomatensoße/Gemüsesoße mache ich dank Thermomix in größeren Mengen und fülle den Rest in Gläser. Halten ca. 3-5 Tage im Kühlschrank. Ansonsten ist immer ganz viel Obst und Gemüse da, welches ganz schnell aufgeschnitten ist. Ich bereite auch gerne Naschereien zu, die dann Tagsüber immer mal wieder gegessen werden, z.B. Energiekugeln (Rezept folgt)

08. Der Artgerecht Planer

Bzw. Planer allgemein. Alle Kopf-to-do-Listen aufschreiben und auch priorisieren. Vereinfacht ungemein meinen Alltag. Was mir zunächst soooo wichtig erscheint, muss doch erst übermorgen erledigt werden.

09. Feste Handyzeiten – bzw. Handy-Aus-Zeiten

Mina wird ziemlich ungeduldig und auch zornig, wenn ich das Handy zu viel in den Händen halte. Ich kann das auch wirklich verstehen. Ich versinke darin leicht und meine Aufmerksamkeit den Kindern gegenüber lässt nach. Klar bin ich multitaskingfähig, jedoch beschränke ich tagsüber die Handynutzung nur auf das Nötigste. Viele Kundenanfragen werden abends beantwortet und den meisten Whatsapp-Kontakten sende ich mittlerweile eine Sprachnachricht – das geht wesentlich schneller.

10. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Wir lieben es mittlerweile mit dem Zug zu fahren. Es ist schön, die so gewonnene Zeit intensiv mit den Kids zu verbringen. Auch weil Mina immer wieder andere Freunde im Zug findest. Egal ob es nun die  75 jährige Oma ist oder die nette 20 Jährige, die ihr ihr Buch vorliest. Ich nehme auch tatsächlich Verspätungen oder ähnliches in Kauf, Hauptsache wir können uns stressfrei bewegen. Arno hasst es nämlich immer noch, in einen Kindersitz festgegurtet zu werden. Es ist aber auch klar Typ-sache, manche mögen es einfach nicht und bevorzugen ein Auto. Wir haben unser zweites Auto letztes Jahr im Sommer verkauft. Auf der Grundlage, dass Arno sich noch nicht damit arrangieren kann und es auch einiges an Geld kostet, haben wir es ziemlich schnell ziehen lassen. Im Fahrradanhänger sitzt er gerne, und das Fahren macht mir Spaß.

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11. Gelassen bleiben

Und ich weiß, dass ist oft leichter gesagt als getan. Aber es ist Übungssache und hat was mit der eigenen Disziplin zu tun. Wenn also der Tag völlig „unplanmäßig“ verläuft, einfach versuchen das Wichtigste im Auge behalten. Für mich ist das die Laune der Kids und die von uns. Es muss jedem gut gehen – und da ist die Wäsche dann auch mal egal oder die Küche bleibt unaufgeräumt.

Es dauert meist 30 Tage bis sich neue Gewohnheitsmuster bei uns im Alltag verankern lassen, so dass wir nicht mehr darüber nachdenken. Für mich ist es ein stetiger Prozess der Veränderung. In zwei Monaten kann es sein, dass die Liste noch einmal erweitert wird. Aber im Moment haben wir so einen guten Weg für uns gefunden.

Vielleicht hast du es ja schon immer gut hinbekommen und kannst mir noch Tipps geben? Ich freue mich über Kommentare.

Eure Jasmin

  1. Ich finde es bewundernswert, wie Du es immer wieder schaffst, Deinen Weg zu gehen.
    Man darf sich nicht immer verbiegen, um in die Norm der Allgemeinheit zu passen.
    Deine Tipps im Alltag sind echt super.
    Schön, dass Du Mittel und Wege findest, um Arno das Autofahren (so gut es eben geht) zu ersparen.
    Ich habe übrigens auch schon festgestellt, dass Zugfahren viel entspannter ist als Autofahren 😉
    Bleib Dir treu und denk immer daran:
    „Eigene Wege sind schwer zu beschreiten, sie entstehn ja erst beim Gehn“

    Antworten

  2. Wieder ein toller Beitrag ? erzähl mir mehr über den Saugwischer, das klingt super ? (und teuer, oder? ?) Und eure Erfahrung mit dem Fahrradanhänger find ich spannend. Autofahren geht zwar inzwischen deutlich besser, aber ich mags nicht überstrapazieren. Ich werde gleich mal die Nachbarn fragen,ob ich ihren Anhänger mal testen kann ?

    Antworten

    1. Das mit dem Saugwischer würde mich auch interessieren- insbesondere wie teuer sowas ist?

    2. Das ist sicher der Kobold von Vorwerk.. mit ca. € 1300,- ziemlich teuer 🙁

    3. Hallo Michaela, ja genau. Er ist teuer. Wir hatten ein wenig Glück, wir haben das „vorführmodell“ etwas günstiger erwerben können.

    4. Liebe Antje, der Saugwischer ist von Vorwerk. Kostet Ca. 1000€. Genaueres findet mal auf der Website. Für uns ist es eine Arbeitserleichterung. Eine Haushaltshilfe wäre aber auch top 🙂

    5. Liebe Diana, der Saugwischer ist wirklich toll. Er ist von Vorwerk und ziemlich teuer, ja. Wir haben ihn dankend über meine Eltern finanziert. Eine Alternative dazu wäre mindestens einmal wöchentlich eine Haushaltshilfe zu organisieren, die wirklich gründlich putzt. So bleibt auch wieder mehr Zeit 🙂
      Unseren Fahrrad-Anhänger haben wir nun schon drei Jahre und lieben ihn auch. Manchmal schaffen wir es damit zu joggen, oder eben am meisten damit Rad zu fahren. Mir war damals bei der Auswahl wichtig, dass er gefedert ist. Es gibt sie auch gebraucht. Vielleicht die Saugwischer auch 😉

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