Zwischenbericht: Zwei Wochen im Paradies

Nun ist Samstag und wir sind fast zwei Wochen unterwegs. Die Kids lieben es am Strand zu buddeln, ins Wasser mit Badewannentemperatur zu hüpfen. Wir haben uns langsam aber sicher in „the way of live in Thailand“ eingewöhnt. In diesem Artikel möchte ich kurz den Alltag mit Kindern in Thailand schildern.
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Das Essen ist hier wirklich gut – auch für Kinder 

Zum Frühstück gibt es beinahe täglich Obstsalat, Müsli mit Obst, mal einen Pfannkuchen oder einen Fruchtshake. Mittags liebt Mina ihre Pommes mit Ketchup (ich weiß, dass ist nicht optimal) Spaghetti oder auch mal Reis mit Gemüse. Abends dann noch ne Nudelsuppe mit viel Gemüse – Mina isst diese Suppe ganz stolz mit Stäbchen 🙂

imageDurchs Stillen und BLW ist für Arno auch genug Angebot vorhanden. Obst sowieso, Nudeln und Reis und ich liebe das Dahl. Curry ist dann ausschließlich für mich, da es wirklich scharf ist. In Thailand ist es schwierig vegetarisch zu essen, da vieles in Fisch-Sud gekocht wird. Die meisten Nudelgerichte sind mit Ei.

Tagesplan: Alles recht spontan und von den Kids abhängig.

Die meiste Zeit waren wir bis jetzt am Strand. Mina hat hier schon Freunde einiger Nationen getroffen. Kinder aus Israel, Russland und natürlich Thailand. Das alles ohne Sparchbarrieren.

imageFür sie ist es ab heute noch toller, da eine andere deutsche Familie angereist ist, mit einem vierjährigen Mädchen. Ein Tagesausflug zum bekannten“Big Buddha“ haben wir auch schon unternommen. Es war ganz okay, allerdings bekam Mina Hunger als wir angekommen waren und es interessierte sie dann nicht so sehr. Also kurz ein Foto schießen und dann was Essen. Was ich an dieser Stelle sagen möchte, was für mich wirklich positiv ist. Die Kinder haben sich der Sonne angepasst. Sie wachen meist auf, wenn die Sonne richtig scheint und abends, wenn es dunkel wird (ca. 18.00 Uhr), weiß Mina dass wir ins Bett gehen. Dadurch, dass wir wirklich nur draußen sind, fallen sie nach dem Duschen auch ins Bett und schlafen in kürzester Zeit selig ein.

Fortbewegungsmittel auf der Insel – Einkaufen für den täglichen Bedarf

imageAls wir in Koh Samui ankamen, sind wir am Pier direkt in ein Taxi eingestiegen und wollten einfach nur an unser Ziel. Mittlerweile haben wir die verschiedenen Fahrzeuge/Mitfahrgelegenheiten kennen gelernt und konnten die verschiedenen Preise und Arten beobachten und bei den anderen Touristen erfragen und vergleichen. Zu Beginn waren es noch ein paar mal ein Taxi, dann haben wir uns an den sogenannten Pickup getraut. Bevor man einsteigt verhandelt man mit dem Fahrer den Preis. Im „Sitzbereich“ gibt es auch eine Art Klingel an der Decke, damit der Fahrer weiß, er soll anhalten. Ein Pickup hält einfach immer und überall an.

Wir hatten allerdings schon öfter Pech einen Pickup zu erwischen. Oft haben wir fünf oder sechs in die andere Richtung fahren sehen und in unserer Richtung fuhr keines, oder aber es war voll und er konnte uns nicht mitnehmen. So haben wir uns dann an die Motorroller Taxis ran getraut. Etliche Fahrer hatten uns schon angesprochen und wollten uns mitnehmen, aber ich wollte das nicht. Ohne Helm und in diesem Verkehr, da hatte ich am Anfang kein gutes Gefühl.

Besondere Umstände erfordern manchmal besondere Lösungen.

imageBei 30 Grad möchte ich Mina eine längere Strecke nicht zumuten und so haben wir einen netten jungen Mann getroffen. Er hieß „Bank“ und sprach gut Englisch. Der Roller sah gut aus. Ich bat ihn, vorsichtig zu fahren, schließlich ist es meine wichtigste Fracht und ohne Helm ist es wirklich verrückt. So fuhr uns „Bank“ ganz vorsichtig nach Hause. Mina hatte zuerst ein klein wenig Angst, und als wir dann angekommen waren, fragte sie, warum der Mann anhalten würde, sie möchte weiter fahren. Nach dem Absteigen sagte sie noch, sie hat ihn so lieb und er sei ihr Freund.

Damit ihr euch ein Bild machen könnt. „Bank“ ist gefahren, dahinter Mina und ich am Schluß, mit Arno in der Trage. So waren wir zu viert auf dem Roller. Ich habe hier schon bis zu drei Erwachsene auf einem Roller gesehen. Eine Mutter ist mir im Gedächtnis geblieben. Baby vorne in der Trage (vier Monate alt) und dahinter ihre ca. 2 – 3 jährige kleine Tochter. Ein bisschen verrückt und wir Deutschen würden wohl eher „unverantwortlich“ sagen. Aber die Thais leben hier nunmal so.

Wir schlafen gut – ich hoffe noch besser nach Zimmerwechsel 

Ich habe oben bereits erwähnt, dass die Kids nach Einbruch der Dunkelheit ihre Müdigkeit zulassen und dadurch, dass wir den ganzen Tag draußen an der frischen Luft sind, sind sie einfach ausgepowert und erschöpft. Sie schlafen also wirklich gut und tief.

Das Einzigste was uns nachts stört, ist das Jucken der vielen Stiche.

Zu Beginn dachten wir, es wären Moskitos. Obwohl wir unter einem Moskitonetz schlafen, uns mit dem hier erhältlichen Anti-Rebellt einschmieren oder einsprühen, hatten wir unzählige Stiche. Gestern sah mich dann Sonja (deutsche Auswanderin, lebt seit 18 Jahren in koh samui) im Bikini und meinte, die „Stiche“ würden eher nach Bettwanzen (Bad Bugs) aussehen.

imageIch habe in dieser Nacht viel „gegoogelt“. Wir schliefen in der Nacht komplett angezogen (langärmlig und mit Socken). Leider bekam ich aber dann in der Nacht Kopfschmerzen und leichtes Fieber, so dass wir am nächsten Morgen zum Internationalen Krankenhaus in Koh Samui gefahren sind (mit dem Motorroller-Taxi^^)

Mir war es wichtig, mich untersuchen zu lassen, da ich schließlich mit den Kids alleine unterwegs bin. Ich konnte mir also eine Krankheit nicht erlauben.

Diagnose: Allergische Reaktion auf die vielen Bisse/Stiche. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereist einen vollflächigen Ausschlag am ganzen Körper. Ich habe eine Salbe verschrieben bekommen und wir sind erstmal neue Kleidung kaufen gefahren. Bilder vom Ausschlag erspare ich euch an dieser Stelle.

Nach „Bad Bugs“ sollte man alle seine Kleidungsstücke sehr heiß waschen und am besten noch durch den Trockner jagen.

imageNach dem Shoppen im Supermarkt sind wir zurück zur Anlage und ich hatte es gleich Pamela gesagt, dass wir gerne Zimmer wechseln möchten bzw. müssen. Für die Unannehmlichkeiten hatten wir dann einen größeren und schöneren Bungalow zum selben Preis bekommen.

Das Fieber ging ziemlich schnell zurück, der Schwindel und die Kopfschmerzen auch. Die Kids haben an Ihren Beinen auch Bisse, nur zum Glück nicht so viele. Mit unserer homöopathischen Reiseapotheke versuchen wir die Giftstoffe loszuwerden. Die erste Nacht im neuen Bungalow war super und wir freuen uns auf weitere Wochen in Thailand.

Wir wissen noch nicht genau, ob wir tatsächlich bis Mitte/Ende Januar bleiben, denn Mina hat vor allem Abends „papasehnsucht“. Für mich ist es hier aber tatsächlich entspannend, auch wenn ich natürlich die Kids strenger beaufsichtigen muss. Ich kann unsere Wäsche wasche lassen, einfach was zu essen bestellen und „nur“ nach den Kinder schauen.

Habt ihr spezielle Fragen zu unserem Tripp? Möchtet ihr zusätzlich was wissen – zu unserem Alltag mit den Kids? Schreibt es einfach in die Kommentare!

Ich freue mich von Euch zu hören/lesen!

Eure Jasmin

  1. Also bis auf die bettwanzengeschichte hört sich das alles total super an. Ich freu mich schon euch in ein paar Wochen auf Kho Phangan kennen zu lernen.
    Aber bettwanzen gibt es auch hier in Deutschland, wir hatten im Sommer auch das Vergnügen. Das juckt wirklich noch mehr wie Mückenstiche. Bei uns hat verdünntes Neemöl geholfen bis die Stiche abgeheilt waren. Oder Neemöl in eine creme rühren. Das wird in vielen Ländern gegen Insektenstiche oder Läuse verwendet. Aber gegen die wanzen hilft wahrscheinlich nur Matratze wegwerfen und alles gut absaugen bzw heiß waschen wie du schon sagst.

    Antworten

  2. Wow, Jasmin, ich finde das immer noch richtig klasse, dass du das gerade machst. Vielleicht können wir uns mal auf ein, zwei Kaffee treffen, wenn du wieder da bist. Ich würde dich echt gern ein bisschen über eure Trip ausquetschen. Am meisten interessiert mich die Organisation des Ganzen.

    Bis dahin genießt die Sonne, lasst es euch gut gehen und kommt heil und entspannt wieder.

    Viele Liebe Grüße
    Diana

    Antworten

    1. Hey Diana, klar können wir uns treffen.
      Die Organisation interessiert dich? Flug buchen, Unterkunft buchen und los gings 😉
      Natürlich habe ich noch einige Dinge im Netz gelesen, welche Währung, wo Geld abheben etc. und der Rest ergibt sich bei uns!
      Freue mich auf ein Treffen LG

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