Typischer Montag + Vollmond + Zeitumstellung

Ich wache an diesem Tag schon mit Kopfschmerzen auf und hoffe für den kommenden Tag besseres.

Geplant ist erst einmal nur das Übliche, beide Kinder anziehen, etwas Frühstücken dann mit dem Rad einkaufen fahren und noch den Haushalt erledigen.

Doch dann kommt es leider anders, als geplant. Weil ich nun mal alleine die Pläne nicht machen kann. Zumindest nicht, ohne meine beiden Kleinen und deren Gefühlswelt zu berücksichtigen. Jetzt wo ich diese Zeilen schreibe, ärgere Ich mich über mich selbst, weil eine falsche Entscheidung einen Rattenschwanz nach sich gezogen hat, den ich so nicht erwartet hätte.

Aber noch einmal zurück zum Morgen

Mina möchte nach dem Anziehen und Frühstücken gleich mal raus, ihr Fahrrad holen und draußen auf mich und Arno warten. Ich sauge noch schnell die Krümmel weg und möchte uns – also Mich und Arno – anziehen. Mein kleiner zahnender Junge hat aber nochmal Durst, so sitze ich also an der geöffneter Haustür auf der Innentreppe und stille ihn. Mina frägt von draußen: „wann können wir endlich los“ Es ist kalt. Ich möchte sie nicht allzu lange warten lassen, gehe also mit halbschlafenden Kind – zu dem Zeitpunkt hatte ich es schon geschafft ihn und mich anzuziehen – zu meinem Fahrrad mit Anhänger und schiebe alles schon in Startposition, um dann mit hoffentlich schlafenden Kind gleich los zu können.

Arno wird abgedockt, in den Anhänger manövriert und los gehts. Doch Mina traut sich noch nicht so recht mit ihrem neuen Rad, ich muss helfen. Also versuche ich ihr Rad zu halten, meines mit samt Anhänger zu schieben um los zu kommen.

Dann passiert es, Arno merkt, dass er plötzlich nicht mehr an der Brust ist und brüllt, Mina weint, weil sie nicht alleine Radfahren will und jetzt keine Lust mehr hat und doch lieber mit dem Laufrad fahren möchte.

Meine Kopfschmerzen melden sich und ich möchte einfach nur Ruhe und für alle Zufriedenheit. Aber ich kann nicht anderst als genervt zu reagieren und Mina anzuschnauzen, dann holen wir eben dein Laufrad. Hauptsache wir haben es versucht und Arno ist dabei wach geworden.

Wir tauschen also das Gefährt aus und los gehts, doch Arno beruhigt sich nicht, auch nicht wie erhofft durch die schneller Fahrt. Ich halte wieder an, nehme ihn raus in die Tragehilfe, biete ihm wieder die Brust, er verweigert. Na gut, dann muss er wohl Pinkeln, habe ich erwähnt, dass mich die kalte Jahreszeit tierisch nervt – also ziehe ich seinen Walkoverall aus, versuche ihn abzuhalten, doch er biegt sich durch. Anziehen hasst er sowieso, also brüllt er noch lauter, bis zu diesem Zeitpunkt hatte Arno noch keinen solchen Wutausbruch. Ich war wirklich sehr sehr angespannt und genervt. War also nur am schimpfe, setze Arno wieder in die Trage – ab an die Brust. Es dauert noch einmal 15 min bis er sich beruhigt.

Zuhause nach dem Einkaufen angekommen, geht es weiter. Mina möchte nicht das Essen sondern lieber dieses. Arno möchte auf dem Arm, aber eigentlich doch lieber runter spielen, aber wehe ich gehe nur zwei Meter von ihm weg.

An solchen Tagen, die einfach von Anfang bis Ende anstrengend sind, und ich das Gefühl habe, alles falsch zu machen und meine Kinder nicht zufrieden stellen zu können, ärgere ich mich am Ende über mich selbst am meisten. Denn, meine Angespanntheit, mein Kopfschmerz und meine Ungeduld an diesem Tag hat sich vermutlich einfach auf meine beiden so wunderbar tollen Kinder übertragen.

Am Abend habe ich dann noch den Vollmond entdeckt, und für mich war so einiges klar.

  1. Mutige junge und starke Frau. Bewundernswert. Es gibt nichts besseres als die eigene Erfahrung und das Erleben der Weltoffenheit. Mach weiter so!

    Antworten

    1. Liebe susan, danke. Ich gebe dir völlig recht. Die eigenen Erfahrungen sind die besten!

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